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Ein afrikanisches Borstenhörnchen (Xerus) dient als Namensgeber für den Codenamen von Ubuntu 16.04.
Ein afrikanisches Borstenhörnchen (Xerus) dient als Namensgeber für den Codenamen von Ubuntu 16.04. (Bild: Petra Karstedt/CC-BY-SA 2.0 DE)

Xenial Xerus: Ubuntu will weiter mit Alleingängen punkten

Ein afrikanisches Borstenhörnchen (Xerus) dient als Namensgeber für den Codenamen von Ubuntu 16.04.
Ein afrikanisches Borstenhörnchen (Xerus) dient als Namensgeber für den Codenamen von Ubuntu 16.04. (Bild: Petra Karstedt/CC-BY-SA 2.0 DE)

Die neuen Snap-Pakete in Ubuntu 16.04 stehen nun auch für Desktop-Anwendungen bereit, nach einigen Experimenten für Embedded-Geräte. Darüber hinaus liefert Canonical ZFS für Server aus und könnte mit PHP 7 Webhoster verärgern. Der neue Desktop Unity8 lässt weiter auf sich warten.

Das Ubuntu-Projekt hatte bei seiner Gründung das Ziel, die Desktop-Nutzung einer Linux-Distribution klar zu vereinfachen. Auf die Desktop-Innovation mit dem konvergenten Unity8, die sich seit Jahren in Entwicklung befindet, müssen die Nutzer aber auch mit der Veröffentlichung von Ubuntu 16.04 alias Xenial Xerus weiter warten. Umso mehr sieht es so aus, dass Canonical seinen Fokus auch mit teils umstrittenen Entscheidungen mehr und mehr auf die Server-Variante von Ubuntu verlagert.

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Desktop-Funktionen von anderen

Das heißt aber nicht, dass die Entwickler die klassische Desktopnutzung von Ubuntu vernachlässigen würden. So hat sich das Team zum Beispiel dazu entschieden, sein eigenes Software Center zur grafischen Installation von Anwendungen nicht mehr weiterzupflegen, sondern stattdessen auf die Alternative aus dem Gnome-Projekt zu setzen, das schlicht Software heißt.

Dieses ist in Version 3.20 in Xenial enthalten, also der derzeit aktuellen Version von Gnome. Zusätzlich dazu, dass Nutzer nun sowohl bei Gnome als auch bei Unity die gleiche Anwendung zur Verwaltung ihre Software verwenden können, ergibt sich aus der Wahl aber noch ein weiterer Vorteil. Mit Gnome-Software und den dazugehörigen Kommandozeilenwerkzeugen ist es sehr einfach möglich, das UEFI eines Rechners zu aktualisieren, vorausgesetzt das Gerät unterstützt dieses Vorgehen.

Außerdem nutzt Unity nun standardmäßig den Gnome Kalender, verzichtet aber auf die Installation des Messaging-Clients Empathy und Brasero, ein Werkzeug zum Brennen von CDs und DVDs. Der größte Teil der von Gnome integrierten Bestandteile basiert in Ubuntu 16.04 auf Gnome 3.18, das im vergangenen Jahr erschienen ist. Sämtliche Standardanwendungen nutzen nun zudem Webkit2 zum Darstellen von Webinhalten. Für Libreoffice wird das Breeze-Icon-Theme genutzt, das vom KDE-Design-Team stammt.

Große Kleinigkeiten bei Unity

Für die Oberfläche hat das Ubuntu-Team außerdem die Unterstützung für Displays mit sehr hohen Auflösungen verbessert. Nach längerem Zögern reagiert Canonical mit zwei eher unscheinbaren Änderungen auch auf teils massive Kritik der Nutzer von Ubuntu.

Um zu vermeiden, dass Suchanfragen in dem Startmenü von Unity auch an Server von Canonical übertragen werden, mussten Nutzer dies bisher explizit in den Systemeinstellungen festlegen. In Xenial ist es nun die Standardeinstellung, dass keine Daten versendet werden. Canonical hatte die Möglichkeit zum Abschalten der Online-Suche erst nach heftiger Kritik umgesetzt und auch danach weiterhin die Vorteile des Systems der Online-Suche beworben.

Eine vergleichbare Kehrtwende macht das Team bei der Positionierung des Launchers. Die Schnellstartleiste mit Knöpfen für verschiedene Anwendungen war bisher auf die linke Seite der Anzeige beschränkt, was eigentlich auch so bleiben sollte. Doch mit Xenial ist es nun möglich, den Launcher an den unteren Bildschirmrand zu verschieben.

Unity8 ist immer noch nicht fertig

Auf Grundlage von Qt, QML und der Eigenentwicklung Mir als Displayserver versucht Canonical seit 2013 mit Unity8 eine neue Oberfläche zu erstellen, die geräteübergreifend funktionieren und damit auf Smartphones, Tablets und dem Desktop laufen soll. Mobilgeräte sollen sich so auch als tragbare Desktops eignen, sofern diese an Monitor und Eingabegeräte angeschlossen werden.

Zwar gibt es bereits einige Smartphones, die mit Ubuntu verkauft werden, von einer vollständigen Konvergenz ist Unity8 wohl aber immer noch ein Stück entfernt. So stürzte die Oberfläche in einem kurzen Test mehrfach ab, die verfügbaren Anwendungen wie etwa die Systemeinstellungen reagierten nicht und die für X11 geschriebenen Programme waren nicht auffindbar.

Snap-Pakete, Fehlende Treiber, PHP 7 als Standard und ZFS 

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GorgonzolaKaese... 23. Apr 2016

...lustig, beides läuft parallel und sehr zuverlässig auf meinem Server, inkl. Knapp 40...

Seitan-Sushi-Fan 23. Apr 2016

Merken so Leute wie du eigentlich nicht, dass derartige "die GPL ist schuld"-Kommentare...

Keto 22. Apr 2016

Dafür nimmst du in Kauf in Zukunft veraltete Versionen von Libraries auf dem System zu...

grenzwertig 22. Apr 2016

Die Bildschirmtastatur für Ubuntu heisst "onboard". Damit lässt sich alles machen...

eeg 22. Apr 2016

Was ein Schwachsinn den Golem sich da zusammenreimt. Es gibt genug Repositorys, in denen...



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