Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Xcom-2-Erweiterung angespielt: Untote und unbegrenzte Schussfreigabe

Drei zusätzliche Widerstandsfraktionen mit taktisch interessanten Spezialfähigkeiten, dazu neue Umgebungen und Untote: Die Erweiterung War of the Chosen für Xcom 2 bietet überdurchschnittlich viele Neuerungen gegenüber dem Hauptprogramm. Golem.de hat das Addon angespielt.
/ Peter Steinlechner
7 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Xcom 2 - War of the Chosen ergänzt das Hauptprogramm um weitere Inhalte. (Bild: Firaxis)
Xcom 2 - War of the Chosen ergänzt das Hauptprogramm um weitere Inhalte. Bild: Firaxis

Um Himmels willen – mit einer derartigen Übermacht sollen wir fertigwerden? Beim Anspielen einer Vorabversion von War of the Chosen, der kommenden Erweiterung für Xcom 2, ist uns ein paarmal das Herz in die Hose gerutscht. Und zwar immer dann, wenn die Untoten angegriffen haben. Die schlanken, merkwürdig schimmernden ehemaligen Menschen attackieren nämlich in Verbänden von einer Größenordnung, die wir in dem Strategiespiel sonst schlicht nicht gewohnt sind.

Xcom 2 War of the Chosen – Trailer (Gameplay)
Xcom 2 War of the Chosen – Trailer (Gameplay) (03:40)

Mit etwas Pech sind die von uns gesteuerten vier Helden nach einem gegnerischen Zug von sieben oder acht Zombies umringt – die natürlich nicht zuschlagen können, weil wir in dem rundenbasierten Titel an der Reihe sind. In derlei brenzligen Situationen hat uns mehrfach nur eine neue Besonderheit in dem Addon gerettet.

Wenn wir nämlich einen der Untoten mit einem Schuss ins Jenseits befördern, darf unsere Figur sofort anschließend den nächsten Angriff durchführen. Mit etwas Glück können wir unsere Waffe so mehrmals nacheinander abfeuern und den feindlichen Großangriff abwehren.

Endlich mal rundenbasiert ballern!

Spannend fanden wir das trotzdem, weil die Gefahr sehr unmittelbar ist und bei unseren Manövern viel schiefgehen kann: So hatten wir natürlich trotz hoher statistischer Trefferwahrscheinlichkeit immer wieder Fehlschüsse, außerdem ist irgendwann die Munition alle und wir müssen nachladen, was die Verkettung in den meisten Fällen unterbricht.

Uns haben diese Gefechte dennoch viel Spaß gemacht, weil wir wirklich mitgefiebert haben – und wir dabei das Gefühl hatten, mit einer existentiell großen Bedrohung fertigzuwerden.

Verlassene Städte und außerirdische Meuchelmörder

War of the Chosen hat natürlich noch mehr zu bieten. Die Erweiterung enthält allerdings keine eigene neue Kampagne, sondern fügt den zum Teil prozedural generierten Missionen des Hauptspiels weitere Inhalte hinzu. Nach Angaben von Entwickler Firaxis soll der Umfang insgesamt um rund 50 Prozent anwachsen.

Xcom 2 – Fazit
Xcom 2 – Fazit (01:22)

Neben den Untoten – die übrigens im Spiel schlicht Lost heißen – gibt es noch eine neue Art von Umgebung, nämlich die Abandoned Cities. Das sind früher von der Menschheit besetzte, dann aber heruntergekommene Gebiet, in denen die außerirdischen Advent das Sagen haben.

Eine weitere Neuerung sind drei weitere Widerstandsfraktionen. Zwei haben wir in der Anspielmission erlebt und kurz gesteuert: Die Skirmish sind auf Hinterhalte und unsichtbare Angriffe spezialisiert. Bei den Reaper dagegen handelt es sich um Nahkämpfer, die über Spezialfähigkeiten wie einen Greifhaken verfügen.

Der Greifhaken ist wirklich schick: Zum einen lassen sich damit Gegner in Reichweite unserer Fäuste bringen. Zum anderen können wir uns damit selbst in Sekundenbruchteilen etwa auf das Dach eines Hauses ziehen, um von oben eine bessere Schussposition zu haben. Über die dritte neue Fraktion wissen wir nur, dass sie über Psi-Fähigkeiten verfügt.

Verfolgungsjagd mit einem Unsichtbaren

Allerdings verfügen auch die Aliens über neue Einheiten wie den Assassinen. Das ist ein Spezialkämpfer, der innerhalb der Kampagne immer wieder kurz auftaucht und dann sofort heftig zuschlägt, anschließend verschwindet er im Nichts. Um ihn dauerhaft loszuwerden, müssen wir ihn laut Firaxis in einer Mission bis in sein Hauptquartier verfolgen und dort endgültig erledigen. Wenn der Spieler das nicht schafft, soll der Assassine in der letzten Mission mitwirken und diese für den Spieler dadurch deutlich schwieriger machen.

Beim Anspielen hat uns Firaxis in eine Mission geschickt, in der wir auch einige der Anführer der Fraktionen gesteuert haben. Dabei haben wir in Nordostafrika zuerst eine gewisse Elena unter unserem Kommando gehabt, die sich dann mit einem Reaper namens Mox getroffen hat. In den gut gemachten Zwischensequenzen gab es einiges an Auseinandersetzungen zwischen den beiden.

Ohne den größeren Zusammenhang war das für uns zwar nicht alles verständlich, Spaß hat es trotzdem gemacht, und vor allem verspricht es für das fertige Addon viel Dramatik. War of the Chosen soll am 29. August 2017 für Windows-PC, Playstation 4 und Xbox One erscheinen; Xcom 2 muss installiert sein. Der Preis für die nur als Download erhältliche Erweiterung liegt bei relativ teuren 40 Euro.


Relevante Themen