Xbox und Windows Live: Der Masterplan von Microsoft

Gemeinsame E-Sport-Turniere mit der ESL, ein einheitlicher Store für die Xbox und Windows 10 sowie technische Verbesserungen: Microsoft hat einen Teil seiner Pläne für das Geschäft mit Games vorgestellt.

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Logo Windows 10
Logo Windows 10 (Bild: Microsoft)

"Egal, ob es um Spiele auf dem PC unter Windows 10 geht, auf unserer Konsole oder auf mobilen Endgeräten - die Xbox bleibt der Kern unserer Aktivitäten rund um Spiele, allein schon wegen der Glaubwürdigkeit": Mit diesem Bekenntnis hat Jason Ronald, Chef der Xbox Advanced Technology Group bei Microsoft, auf der Spieleentwicklermesse GDC 2016 in San Francisco die Grundzüge seiner Planungen vorgestellt.

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Dabei ging es um die langfristige Strategie, aber auch eine tagesaktuelle Ankündigung hatte Ronald: Im Rahmen einer Kooperation mit den E-Sport-Spezialisten ESL und Faceit bietet Microsoft über Xbox Live die Möglichkeit an, Turniere auszutragen. Das ist als Dienstleistung für Entwickler und Publisher gedacht. Die können beispielsweise ein Turnier in Auftrag geben, bei dem Microsoft und die ESL als Dienstleister alle nötigen Aufgaben erledigen: von der Anmeldung der Spieler über das Regelwerk und die Ranglisten bis hin zur Zusammenstellung der Matche und der Übertragung für Zuschauer.

Wenn eine Firma über genug hauseigene Kompetenz verfügt, kann sie laut Ronald einen Großteil dieser Aufgaben auch selbst übernehmen - je nach Bedarf. Wann und mit welchen Titeln die ersten dieser Turniere starten, ist noch nicht bekannt.

Ein wesentliches Element im Ausbau des Spielegeschäfts stellt laut Jason Ronald die Universal Windows Platform (UWP) dar. Das sind Apps, die - vereinfacht gesagt - auf mehreren Windows-Plattformen laufen; mehr dazu hier.

Quantum Break für UWP

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Einen Ausblick auf die UWP bekommen viele Spieler mit der zeitgleichen Veröffentlichung von Quantum Break im April 2016 für die Xbox One und Windows 10. Allerdings arbeitet Microsoft noch Verbesserungswünsche von Betatestern und Spielern ein: So soll künftig der V-Sync deaktivierbar sein, außerdem soll es Unterstützung für G-Sync und Freesync geben. So etwas wie eine finale Fassung der Universal Windows Platform soll laut Roland für die Xbox One ab dem Spätsommer 2016 verfügbar sein.

Nach und nach sollen dann weitere Funktionen von Xbox Live auf Windows 10 kommen: So soll es die Game-Hubs geben, also die zentralen, betreuten Anlaufstellen für Spiele, ebenso wie die Gamercard und soziale Funktionen. Daten dafür hat Microsoft auf der GDC nicht genannt; die Funktionen könnten Ende März 2016 auf der Haustagung Build kommen.

Auch für DirectX-12 soll es weitere Verbesserungen. Laut Roland arbeitet Microsoft derzeit an der Unterstützung von High Dynamic Range und an Wide Color Gamut Support, was für eine sichtbar bessere Grafikqualität sorgen dürfte. Details und Termine wurden auch hier noch nicht genannt - allerdings setzte beides auf dem schon vorhandenen Physically Based Rendering auf, so dass die Implementierung nicht allzu aufwendig ist.

Ausbau von Xbox Live

Neben diesen Verbesserungen auf Client-Seite baut Microsoft laut Roland mit "erheblichen" Investitionen die Netzwerkkapazitäten von Xbox Live aus. Damit soll auch die Stabilität spürbar verbessert werden. Zuletzt hatte es immer wieder mal Ausfälle bei dem Dienst gegeben, was sich dann ändern könnte.

Ende 2016 soll der nächste große Schritt folgen: Dann werden die Stores von Xbox und Windows zusammengefasst, ungefähr gleichzeitig sollen Entwickler dann auch nur noch ein SDK und eine API für den Zugriff auf Live benötigen. Der vorerst letzte Schritt, den Ronald angekündigt hat, erfolgt 2017: Entwickler können ihre Spiele oder sonstigen Anwendungen dann über ein einheitliches Onlineportal für alle Plattformen einreichen, die Microsoft im Portfolio hat - vom Smartphone über die Xbox One bis zum High-End-PC.

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