Xbox Series X: Microsoft legt technische Daten offen

Im 360-mm²-Chip der Xbox Series X stecken acht Kerne und eine Raytracing-Grafikeinheit. Der asymmetrische Arbeitsspeicher wird mit einer NVMe-SSD kombiniert. Die Microsoft-Konsole hat knapp sieben Liter Volumen.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Chip und Platine der Xbox Series X alias Anaconda
Chip und Platine der Xbox Series X alias Anaconda (Bild: Austin Evans)

Microsoft hat die Spezifikationen der Xbox Series X alias Anaconda bekanntgegeben: Die Spielekonsole misst 30 x 15 x 15 cm, weshalb das Volumen des Systems mit rund 7 Litern höher ausfällt als bei einer Xbox One oder Xbox One X. Anschlusseitig gibt es einen HDMI-2.1-Ausgang, Gigabit-Ethernet, drei USB-3.2-Gen(?)-Type-A-Ports, ein 4K-Blu-ray-Laufwerk und einen Steckplatz, um den internen Speicher per externer 1-TByte-SSD zu erweitern.

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Im Inneren der Xbox Series X rechnen 15,3 Milliarden Transistoren auf einem 360 mm² großen Chip, er wird laut Microsoft in einem erweiterten 7-nm-Verfahren produziert. Gemeint ist damit N7P (DUV, Immersionslithographie) statt N7+ (EUV, extrem ultraviolette Belichtung). Das SoC integriert acht Kerne mit modifizierter Zen-2-Architektur von AMD, unter anderem wurde die Größe des L3-Caches von 32 MByte auf 8 MByte reduziert. Die Cores takten mit 3,8 GHz bei acht Threads oder mit 3,66 GHz bei 16 Threads - das obliegt den Spieleentwicklern, die jedoch nur auf sieben Kerne zugreifen können, denn einer ist für das Betriebssystem reserviert.

Die Grafikeinheit basiert auf der RDNA2-Architektur, insgesamt sind 52 (von 56) Compute Units und somit 3.328 Shader-Einheiten aktiv. Die GPU unterstützt Raytracing in Hardware, konkret wird wie bei Nvidias RT-Cores die Schnittpunktprüfung zwischen Strahlen und Polygonen beschleunigt. Es wird DXR Tier 1.1 mit Funktionen wie Mesh Shader und Sampler Feedback Streaming verwendet. Überdies wird DirectML unterstützt, die GPU kann daher mit FP16/INT8/INT4-Formaten umgehen.

Xbox One (S)Xbox One XXbox Series SXbox Series X
Fertigung28 nm (16 nm)16 nm7 nm7 nm
CodenameDurango (Edmonton)ScorpioLockhartAnaconda
GrafikeinheitGCN v2GCN v4.5RDNA v2RDNA v2
Compute Units12 CUs @ 853 (914) MHz [1,31 (1,4) Teraflops]40 CUs @ 1,172 GHz (6 Teraflops)20 CUs @ 1,565 GHz (4 Teraflops)52 CUs @ 1,825 GHz (12 Teraflops)
Speicher8GB DDR3 @ 68 GB/s + 32MB eSRAM @ 218 (234) GB/s12GB GDDR5 @ 326 GB/s8GB GDDR6 @ 224 GB/s + 2GB GDDR6 @ 56 GB/s10 GB GDDR6 @ 560 GB/s + 6 GB GDDR6 @ 336 GB/s
Storage2 TByte HDD (Sata 3)1 TByte HDD (Sata 3)512 GB PCIe Gen4 SSD @ 2,4 GB/s1 TB PCIe Gen4 SSD @ 2,4 GB/s
CPU8C, Jaguar @ 1,75 GHz8C, Jaguar @ 2,3 GHz8C/16T, Zen 2 @ 3,4-3,6 GHz8C/16T, Zen 2 @ 3,6-3,8 GHz
Technische Daten von Microsofts Xbox-Konsolen
Playstation 4 Playstation 4 ProPlaystation 5
Fertigung28 nm16 nm7 nm
CodenameLiverpoolNeoAriel/Oberon
GrafikeinheitGCN v2GCN v4.5RDNA v2
Compute Units18 @ 800 MHz (1,84 Teraflops)36 @ 911 MHz (4,2 Teraflops)36 @ [bis zu] 2,23 GHz (10,3 Teraflops)
Speicher8 GB GDDR5 @ 176 GB/s8GB GDDR5 @ 218 GB/s16 GB GDDR6 @ 448 GB/s
Storage1 TByte HDD (Sata 2)2 TByte HDD (Sata 3)825 GBe PCIe Gen4 SSD @ 5,5 GB/s
CPU8C, Jaguar @ 1,6 GHz8C, Jaguar @ 2,1 GHz8C/16T, Zen 2 @ [bis zu] 3,5 GHz
Technische Daten von Sonys Playstation-Konsolen

Beim Arbeitsspeicher setzt Microsoft auf ein 320-Bit-Interface mit 16 GByte GDDR6. Davon sind 10 GByte schneller und 6 GByte langsamer angebunden - für Spiele stehen bis zu 13,5 GByte (10+3,5) bereit. Alle Daten liegen auf einer 2,4 GByte/s (bis zu 4,8 GByte/s mit Kompression) flotten 1-TByte-NVMe/PCIe-Gen4-SSD, welche die Xbox Velocity Architecture nutzt. Hier fasst Microsoft mehrere Techniken zusammen, etwa DirectStorage und ein proprietäre Hardware-Textur-Kompression namens BCPack sowie generell für LZ (Lempel-Ziv), um die CPU zu entlasten. Kleines Detail: Auf der Platine ist ein Anaconda-Logo, denn so lautet der Codename der Xbox Series X. Zudem wichtig: Der Chip der Konsole ist zur Xbox One (X) abwärtskompatibel, es werden zwei entsprechende Legacy-Modi unterstützt.

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gianlucadm 18. Mär 2020

Autsch, das hier zu lesen tut echt weh.. "Schrottbox", wer so schreibt ist nicht...

Dwalinn 18. Mär 2020

Abwarten und Teetrinken, ich bin mal gespannt wie MS so starke Hardware in so einem...

bla 17. Mär 2020

Die Typ-A-Stecker lutschen viel schneller aus. Ist zumindest bei mir so, dass ein USB 3.0...

Anonymer Nutzer 17. Mär 2020

Naja, das Highendmodell in 2 Versionen anzubieten verursacht auch wieder kosten und wenn...

medium_quelle 17. Mär 2020

Natürlich braucht es die SSD. Habe am PC seit 2011 meine Spiele auf SSD und konnte die...



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