Xbox Series X: Microsoft denkt über niedrigere fps zum Energiesparen nach

Die Xbox Series X hat beim Ausführen eines einigermaßen anspruchsvollen Games eine Leistungsaufnahme von bis zu 175 Watt. Wer jeden Tag eine Stunde spielt, bezahlt dafür rund 27 Euro im Jahr. Der aktuelle Strompreis liegt laut Verivox im Schnitt bei knapp 42(öffnet im neuen Fenster) Cent pro Kilowattstunde.
Künftig könnte der Spaß weniger teuer werden: Microsoft denkt offenbar über neue Energiesparoptionen auf der Xbox und auf Windows-PCs nach.
Das geht aus einer Umfrage hervor, die Microsoft auch in Deutschland auf dem Xbox Insider Hub durchführt. Die Marktforscher interessieren sich unter anderem für die Meinung der Spieler im Hinblick auf "Auflösung, Framerate, visuelle Effekte oder GPU" .
Es wird ausdrücklich nur von "Optionen" gesprochen - die Nutzer werden also wohl die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden. In weiteren Fragen geht es darum, wie besorgt man über die "Höhe Ihrer Stromrechnungen/die Menge an Strom, die Sie beim Spielen nutzen" ist.
Golem.de hat die Umfrage über das Insider Hub auf der Xbox gefunden, Windows Central(öffnet im neuen Fenster) in den USA auf dem PC. Das deutet an, dass die Überlegungen schon etwas fortgeschrittener sein dürfen.
Die Sache ist nicht ganz trivial: Natürlich könnte man den Nutzern einfach die Möglichkeit geben, etwa über einen niedrigere Prozessortakt weniger Energie aufzunehmen. Es gibt sicherlich Spiele, bei denen die Bildwiederholrate auch 10 Frames per Second (fps) niedriger sein kann, ohne dass es jemanden stört.
Spielend Energie sparen ist nicht einfach
Nur: Was ist, wenn die Anwender die Einstellungen etwa aus Bequemlichkeit unverändert lassen, das nächste Spiele aber volle Leistung benötigt und sich die Kunden dann in Foren und sozialen Netzwerken beschweren? Bei Drittentwicklern dürfte es nicht sehr gut ankommen, wenn die Performance der Konsole schlechter absehbar ist als derzeit.

Microsoft hat gerade in der aktuellen Firmware für die Xbox das Menü mit den Energieoptionen überarbeitet. Dabei ging es allerdings primär darum, die verfügbaren Einstellungen klarer zu beschreiben, etwa was den Unterschied zwischen Herunterfahren und Ruhezustand angeht.



