Xbox Scorpio: Dev Kit nutzt mehr Shader und ein Spezialkabel
Microsoft hat Gamasutra(öffnet im neuen Fenster) ins Xbox-Hauptquartier eingeladen, um Details zur nächsten Xbox zu erläutern. Konkret geht es um die Entwicklungsplattform, das Dev(elopment) Kit, der unter dem Codenamen Scorpio laufenden Spielekonsole: Während die finale Version eine Grafikeinheit mit 40 Compute Units und 12 GByte Speicher nutzt, sind es beim Dev Kit jedoch 44 CUs und 24 GByte Speicher. Das ist nicht ungewöhnlich, da es Entwicklern meist leichter fällt, ein Spiel nach unten zu skalieren, als exakt die Anforderungen zu treffen.
Ebenfalls wichtig sind zwei weitere Unterscheidungsmerkmale: Das Dev Kit verfügt neben der 1-TByte-Festplatte auch über eine 1-TByte-SSD, die sehr viel schneller Daten liest und schreibt. Passend dazu legt Microsoft ein besonderes Kabel bei, das 100 GByte an Daten in 4 Minuten übertragen könne. Das ist wichtig, um die Testversionen (Builds) auf das Dev Kit aufzuspielen. Dank der SSD und des Kabels soll das statt in 30 bis 45 Minuten in einigen wenigen Minuten erfolgen – das spart in der Entwicklung extrem viel Zeit.
Generell hat sich Microsoft laut Gamasutra Gedanken gemacht, wie den Studios geholfen werden kann, möglichst effizient zu entwickeln. Dazu gehören Details wie seitliche Lüftungsschlitze, damit die Dev Kits gestapelt werden können – aber auch die Umsetzung des weitestgehend automatisch ablaufenden Einrichtungsprozesses samt Konfigurationen und Updates. The Coalition und Turn 10 Studios etwa hätten jeweils nur zwei Tage und einen Entwickler benötigt, um ein Xbox-One-Spiel in 4K auf der Scorpio zum Laufen zu bringen, manche sogar nur innerhalb weniger Stunden.

Die Xbox Scorpio soll zum Weihnachtsgeschäft 2017 erscheinen und Spiele mit einer deutlich besseren Grafik darstellen als eine Xbox One (Slim). Dazu taktet Microsoft die acht verbesserten Jaguar-CPU-Kerne höher, verbaut 12 statt 8 GByte Speicher sowie schnellen GDDR5 statt DDR3 und die GPU nutzt 40 statt 12 CUs, die eine bessere Architektur sowie eine gesteigerte Frequenz aufweisen. Anders als bei Sonys PS4 Pro ist ein 4K-BD-Laufwerk verbaut.
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