Xbox One: "Microsofts Geschäftspolitik gefährdet Xbox-Geschäft"
"Derzeit steht die Zukunft der Entertainment-Sparte von Microsoft infrage", sagt David Cole von dem US-Marktforschungsunternehmen DFC(öffnet im neuen Fenster), das sich auf die Spieleindustrie fokussiert hat. Wie das angesehene britische Fachmagazin MCV(öffnet im neuen Fenster) berichtet, hält DFC die Marktstrategie von Microsoft für die Xbox One für "grundlegend falsch". Durch die Entscheidungen etwa bezüglich des Umgangs mit Gebrauchtspielen und des zumindest für normale Endkunden nicht auf Anhieb verständlichen Rechtemanagements habe Microsoft nicht zuletzt auf der Spielemesse E3 vor allem für Negativpresse und Empörung unter Spielern gesorgt.

Auch nach der Spielemesse in Los Angeles gibt es weiter Nachrichten, die Spieler verschrecken. So wurde in den vergangenen Tagen berichtet, es werde wohl nicht möglich sein, aus dem Ausland importierte Games auf einer Xbox One in Deutschland zu spielen – das ist vielen erwachsenen Spielern wichtig, die etwa ungeschnittene Originalversionen aus Österreich importieren wollen. Ebenfalls für negative Schlagzeilen und Spott sorgen Berichte etwa auf Pixelenemy.com(öffnet im neuen Fenster), denen zufolge zumindest einige der spielbaren E3-Demos nicht auf Original-Entwicklerkits der Xbox One, sondern auf HP-Rechnern mit Nvidia-Grafikkarten liefen – in der Xbox One werden aber Chips von AMD verbaut.
Wie weit die Playstation 4 inzwischen in der Gunst potenzieller Käufer vor der Xbox One liegt, hat eine Umfrage auf der Facebook-Seite der Spieleabteilung von Amazon.com(öffnet im neuen Fenster) gezeigt. Dort entschieden sich 38.984 Nutzer für die PS 4, aber nur 2.162 für die Xbox One, bevor die Umfrage beendet wurde. Viele Nutzer spekulieren, dass dies auf Druck von Microsoft geschehen ist – belegt ist das allerdings nicht.
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