Xbox One: Ein Halo, ein Erscheinungstermin und ein Preis
"Es geht nur um Spiele" , hat Microsoft(öffnet im neuen Fenster) -Xbox-Chef Don Mattrick gleich zu Beginn seiner Pressekonferenz auf der E3 gesagt – und Wort gehalten. Hardwarespezifikationen, Gebrauchtspiele oder Always-on haben so gut wie keine Rolle gespielt, dafür gab es eine ganze Reihe neuer Spiele zu sehen. Den Preis und den Termin für die Xbox One hat Microsoft allerdings verraten: Die Konsole soll im November 2013 für 499 Euro auf den Markt kommen; in den USA liegt der offizielle Preis bei 499 US-Dollar.
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Ein weiteres finanzielles Detail: Künftig entfallen bei Xbox Live die unbeliebten MS-Punkte, stattdessen sind die virtuellen Artikel mit Echtgeld-Preisen in den jeweiligen Landeswährungen ausgezeichnet. Außerdem soll es möglich sein, unbegrenzt Freunde in die Freundeliste aufzunehmen, und wer Inhalte mit anderen austauschen möchte, kann das über die Plattform Twitch tun. Kurz ist Microsoft auch auf die Anbindung von Smartglass-Tablets eingegangen, die künftig etwa das Hauptmenü von Spielen oder den Fortschritt anzeigen können sollen.
Die wichtigsten Themen kamen bei der Präsentation im Galen Center von Los Angeles zum Schluss: Microsoft hat in einem spektakulären Trailer mit dem Master Chief ein neues Halo vorgestellt, das 2014 erscheinen soll. Details gab es nicht, bis auf die Tatsache, dass das Spiel ausgiebig Gebrauch von der Cloud machen soll, mit 60 Bildern pro Sekunde läuft und dezidierte Server für den Multiplayermodus unterstützt.
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Eine echte Überraschung war auch, dass das erste Spiel von Respawn Entertainment exklusiv 2014 für die Plattformen Xbox One, Xbox 360 und Windows-PC erscheinen wird. Respawn besteht größtenteils aus ehemaligen Entwicklern von Infinity Ward (Call of Duty). Bei Respawn können sie nun offenbar machen, was Activision nicht erlaubt hat: einen Ego-Shooter namens Titanfall, der in einem futuristischen Szenario spielt, in dem Menschensoldaten mit und gegen Mechs kämpfen – bei der kurzen Präsentation sah das imposant aus.
Römische Schlachten von Crytek
Ein Exklusivtitel für die Xbox One ist Ryse von Crytek, das Firmenchef Cevat Yerli selbst vorgestellt hat. Spieler steuern einen römischen General namens Marius Titus, der mit Schiffsschlachten und Belagerungen kräftig hilft, das Römische Reich zu vergrößern. Die Kämpfe scheinen zumindest zu einem Teil aus Quicktime-Events zu bestehen. Ryse soll zum Start der Xbox One verfügbar sein.
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Ebenfalls konsolenexklusiv ist natürlich Forza Motorsport 5, das bei den MS-eigenen Turn 10 Studios entsteht. Wie einer der Entwickler erklärt hat, soll das Rennspiel nicht mehr über eine herkömmliche KI verfügen, sondern in der Cloud das Fahrverhalten von Menschen simulieren und speichern. Wer mag, kann dann quasi auch gegen seine Kumpel fahren, wenn die gar nicht online sind – oder jedenfalls das Gefühl haben, dass er gegen sie antritt. Microsoft hat sich dafür das schöne Wort Drivatar ausgedacht. Nett: Wer offline ist, aber seinen Drive-Avatar ans Steuer lässt, bekommt dafür bei Siegen trotzdem Punkte und Credits gutgeschrieben.

Von Minecraft wird es eine Xbox-One-Editon mit größeren Maps geben. Ebenfalls ein alter Bekannter ist das Prügelspiel Killer Instinct, das Rage neu für die kommende Konsole auflegt. Das kleine Studio Press Play hat einen Plattformer namens Max – The Curse of Brotherhood vorgestellt, und Insomniac ein sehr buntes Open-World-Actionspiel mit Parcours-Elementen, das den Titel Sunset Overdrive trägt. Microsoft selbst arbeitet außerdem an einem Episodenkrimi im Cell-Shading-Look, der den Titel D4 trägt – viel mehr war über diese Projekte bislang nicht zu erfahren.
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Nur sehr kurze Ausblicke gab es auch auf Below, ein sehr atmosphärisch anmutendes Indiegame, sowie auf das Großprojekt der Black Tusk Studios: Darin hat sich eine Art Geheimagent in einer riesigen Stadt, in der gerade ein Feuerwerk stattgefunden hat, an einem Wolkenkratzer heruntergehangelt, was deutlich an Filme der Mission-Impossible-Reihe erinnerte.
Snake kommt zurück
Stardesigner Hideo Kojima hat einen längeren Ausschnitt von Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain vorgeführt, der grafisch und spielerisch mit seinen Sandbox-Elementen einen ausgezeichneten Eindruck gemacht hat – ein bisschen hat das Ganze gewirkt wie eine Mischung aus James Bond und Call of Duty. Sam Lake von Remedy Entertainment hat über Quantum Break verraten, dass es um einen Wissenschaftler geht, der mit der Zeit experimentiert, was zu allerlei Problemen führt.
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Offenbar spielt das aus Max Payne bekannte Element des Zeit-Einfrierens erneut eine größere Rolle. In einer Stelle bewegt sich der Protagonist durch einen Raum, in dem offenbar gerade eine Detonation stattgefunden hat, die angehalten ist.
Capcom hat eine lange Sequenz aus Dead Rising 3 gezeigt, in dem der Spieler in der (erfundenen) kalifornischen Stadt Los Peridos gegen Untote kämpft; das Spiel erscheint im Herbst 2013 exklusiv für die Xbox One. CD Projekt Red hat The Witcher 3 präsentiert und gesagt, dass Spieler in dem Rollenspiel bei Kämpfen wahlweise auch Befehle per Sprache über die Kinect 2.0 erteilen können – die sonst übrigens so gut wie keine Rolle bei der Präsentation gespielt hat. Ebenfalls kurz zu sehen war Battlefield 4 mit einem Kampfeinsatz auf einem untergehenden Schiff; das erste Mappack namens Second Assault soll zuerst für die Xbox One erscheinen.

Wer künftig selbst Spiele machen möchte, kann das mit Project Spark: Dabei handelt es sich um einen Editor- und Bastelkasten für die Xbox One, mit dem Spieler – teilweise mit Sprachbefehlen über die Xbox – eigene Welten und Szenarios erstellen können. Dazu lassen sich noch eigene Figuren mit einer Basis-KI und Gegner einfügen und schon sollen einfache, kämpferische Do-it-yourself-Gefechte möglich sein.
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