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Xbox One: 360-Emulation bereitet der CPU noch Probleme

Der Abwärtskompatibilitätsmodus der Xbox One für Xbox-360-Spiele funktioniert, in CPU-lastigen Szenen läuft die Emulation aber schlechter als das Original. Dafür sind zehn Jahre alte Spielstände nutzbar.
/ Marc Sauter
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Digital Foundry hat die Abwärtskompatibilität der Xbox One getestet. (Bild: Microsoft)
Digital Foundry hat die Abwärtskompatibilität der Xbox One getestet. Bild: Microsoft

Die Digital Foundry hat sich in einem umfangreichen Test angeschaut(öffnet im neuen Fenster) , wie die Leistung des Abwärtskompatibilitätsmodus der Xbox One bei populären Xbox-360-Spielen aussieht. Microsoft hatte die Emulation der älteren Konsole per virtueller Maschine im November 2015 veröffentlicht und Spielern damit die Möglichkeit gegeben, Gears of War oder Halo Reach auf der aktuellen Konsole zu spielen – ohne die teilweise verfügbaren Remakes kaufen zu müssen.

Alle verfügbaren Spiele müssen entweder als Disc- oder Digitalversion vorliegen, um zu prüfen, dass der Nutzer sie besitzt. Daraufhin lädt die Xbox One eine angepasste Version über Xbox Live herunter und nur mit dieser funktioniert der Abwärtskompatibilitätsmodus. Tolles Detail: Wer seine Xbox-360-Spielstände in die Cloud lädt, kann sie auf der Xbox One weiter verwenden und umgekehrt. Über zehn Jahre alte Savegames sind somit wieder aktuell.

Xbox One Backward Compatibility – Trailer
Xbox One Backward Compatibility – Trailer (00:31)

Technisch unterscheiden sich die emulierten Spiele nicht von den originalen Versionen. Weder die Auflösung noch die maximale Bildrate wurden geändert, auch eine bessere Kantenglättung oder Texturfilterung gibt es nicht. Ohnehin hat Microsoft das Kunststück geschafft, die PowerPC-Architektur samt der Xenos-Grafikeinheit bei guter Geschwindigkeit zu emulieren und zudem Tearing vollständig zu entfernen. Alle Spiele werden mit aktivierter vertikaler Synchronisation und entsprechendem Buffering ausgeliefert.

Abhängig vom Titel und der jeweiligen Szene läuft die Emulation auf der Xbox One ähnlich flott wie das eigentliche Spiel auf der Xbox 360, in einigen Fällen schneller und in anderen langsamer. Ein Vorteil sind die oft kürzeren Ladezeiten, etwa die berüchtigten Aufzugpausen in Mass Effect oder generell beim Textur-Streaming in vielen Unreal-Engine-3-Titeln.

Eine stabilere oder höhere Leistung erzielt die Emulation dort, wo vermehrt die Grafikeinheit zum Zuge kommt – beispielsweise bei Raucheffekten. Problematisch seien hingegen CPU-lastige Szenen mit vielen Gegnern und Draw-Calls, hier bricht die Bildrate oft ein. Halo Reach und Gears of War Judgement beschreibt Digital Foundry als nahezu unspielbar, das erste Gears of War hingegen läuft per Emulation oft besser als das Original.

Indie-Titel wie Braid bereiten keine Probleme.


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