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Xbox: Microsoft stoppt Blockbuster Everwild und Perfect Dark

Microsoft streicht bei Xbox mehrere große Projekte, ein besonders ambitioniertes Studio wird aufgelöst und einige Teams stark verkleinert.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Perfect Dark (Bild: Microsoft)
Artwork von Perfect Dark Bild: Microsoft

Microsoft hat im Zuge einer weltweiten Entlassungswelle mit insgesamt über 9.000 gekündigten Personen im gesamten Konzern erneut auch Stellen in seiner Spielesparte gestrichen und dabei mehrere Projekte sowie ein gesamtes Studio eingestellt.

Unter anderem wurden die ambitionierten Titel Everwild von Rare (Sea of Thieves) und das Reboot von Perfect Dark durch das hauseigene Entwicklerstudio The Initiative vollständig eingestellt.

Das berichten US-Medien wie Videogames Chronicle(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Manager von Microsoft.

Everwild wurde erstmals 2019 vorgestellt, es galt als visuell und thematisch ungewöhnliches Open-World-Projekt.

Trotz mehrerer Trailer und der Wiederaufnahme der Entwicklung nach internen Umstrukturierungen kam das Spiel offenbar nie über ein experimentelles Stadium hinaus. Nun wurde es vollständig gestrichen.

Aus für Perfect Dark und Everwild

Auch Perfect Dark, das unter Federführung des eigens gegründeten Studios The Initiative zusammen mit Crystal Dynamics entstand, wurde offiziell beendet. Das in Santa Monica ansässige Team hatte an einer Neuauflage der legendären Sci-Fi-Marke gearbeitet. Ein Trailer kam bei der Community extrem gut an, dennoch erfolgt nun der Stopp und gleichzeitig die Auflösung des Studios.

Neben diesen prominenten Titeln wurden auch weitere Projekte eingestellt, etwa ein nicht näher benanntes Online-Rollenspiel von Zenimax Online (Bethesda), das sich offenbar in einem frühen Entwicklungsstadium befand. Es wurde unter dem Projektnamen Blackbird geführt, Details über das Szenario gibt es bislang nicht.

Auch bei den Turn 10 Studios, verantwortlich für die Forza-Motorsport-Reihe, kam es zu Kürzungen. Laut US-Medienberichten sind dort rund 70 Beschäftigte betroffen. Weitere Einschnitte gab es bei King Barcelona, einem Studio des Mobile-Publishers King, wo etwa zehn Prozent der Belegschaft gehen müssen.

Phil Spencer, CEO von Microsoft Gaming, begründete die Maßnahmen in einer internen Mitteilung mit einer strategischen Neuausrichtung. Man wolle sich künftig stärker auf wachstumsstarke Bereiche konzentrieren, Managementstrukturen abbauen und Entscheidungen treffen, die die langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichern.


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