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Xbox Live: Microsoft will Patent für plattformweites Anti-Cheat-System

Einen neuen Ansatz beim Kampf gegen Cheater in Spielen hat Microsoft in einem Patentantrag vorgestellt. Die Algorithmen sollen auf Plattformen wie Xbox Live etwa die Anzahl von Erfolgen und Benachrichtigungen analysieren.
/ Peter Steinlechner
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Artwork Xbox (Bild: Rachel Murray/Getty Images for BET)
Artwork Xbox Bild: Rachel Murray/Getty Images for BET

Microsoft steigt mit einer neuen Idee in den Kampf gegen Spielecheater ein. Wie erst jetzt bekanntwurde, hat das Unternehmen bereits im Mai 2017 beim Patent & Trademark Office der USA einen Patentantrag mit dem Titel Dectecting Cheating in Games with Machine Learning(öffnet im neuen Fenster) eingereicht. Das eigentlich Besondere ist aber nicht das Machine Learning, das schon viele Firmen für das Aufspüren von Betrügern verwenden.

Auffällig ist vielmehr der Ansatz von Microsoft, dass die Algorithmen nicht ein einzelnes Spiel, sondern das Verhalten des Nutzers auf der Plattform analysieren sollen – gemeint ist etwa Xbox Live. Der Patentantrag nennt exemplarisch ungewöhnlich viele Erfolge sowie Benachrichtigungen über den Fortschritt oder neue Highscores. Die KI soll in der Lage sein, solche Auffälligkeiten zu erkennen, sie dann näher zu untersuchen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen einzuleiten, etwa eine Nachprüfung durch einen Mitarbeiter oder eine automatische Sperre.

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Ob das Verfahren bereits zum Einsatz kommt, ist nicht bekannt. Microsoft setzt im Kampf gegen Cheater bislang vor allem auf ein Ende 2017 mit einem Update für Windows 10 ausgeliefertes System namens True Play. Die Spiele werden dazu in einem geschützten Modus ausgeführt, der den Zugriff auf den Speicher verhindert oder zumindest erschwert.

Außerdem wird mehrmals pro Minute von einem anderen Dienst überprüft, ob es Manipulationen oder Versuche dafür gibt. Die Ergebnisse können an den Entwickler oder an die Betreiber von Onlinespielen geschickt werden. True Play muss von den Entwicklern in das jeweilige Spiel integriert werden, besonders viele machen sich die Mühe nicht.

Der Kampf gegen Cheater ist eine Herausforderung für viele Betreiber von Onlinegames und den entsprechenden Portalen. Allein Valve hat auf Steam über seine eigene Software Valve Anti Cheat (VAC) Mitte Juli 2018 innerhalb weniger Tage mehr als 95.000 Cheater entdeckt und gesperrt.


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