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Xbox-Live-Integration: Windows 10 teilt Video, killt Fraps und spart mit DX12 Strom

Microsofts Gaming-Chef Phil Spencer hat bei der Vorstellung der Consumer Preview von Windows 10 nicht mit neuen Funktionen gegeizt. Das neue Windows soll Spieler aller Microsoft-Plattformen zusammenbringen. Dafür zeichnet es unter anderem selbst Videos auf.
/ Nico Ernst
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Neue Futuremark-Demo mit DirectX-11 und 12 (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
Neue Futuremark-Demo mit DirectX-11 und 12 Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de

Nein, von den Redaktions-PCs bei Golem.de wird das vielseitige Tool Fraps nicht so schnell verschwinden – aber vielleicht von den Rechnern vieler Spieler, die nur Videos aufzeichnen wollen. Die können das nämlich mit Windows 10 direkt erledigen und die Clips danach an alle ihre Freunde im Xbox-Live-Netzwerk verteilen. Dies führte Microsofts Gaming-Chef Phil Spencer bei der Vorstellung neuer Funktionen des nächsten Windows vor.

Spencer zeigte die Aufzeichnung eines Spiels unter einer Beta von Windows 10. Das so entstandene Video konnte er anschließend an alle seine Freunde in der Xbox-App verteilen. Genauso einfach soll das auch mit anderen Plattformen wie Facebook und Youtube funktionieren, versprach der Microsoft-Manager.

DirectX 12 und Plattformübergreifendes Spielen
DirectX 12 und Plattformübergreifendes Spielen (04:27)

"Spielen war schon immer etwas sehr Persönliches" , sagte Spencer, dem soll Windows 10 mehr Rechnung tragen. Durch die Xbox-App ist es möglich, mit allen Freunden per Text oder Sprachübertragung auf allen Plattformen zu chatten. Es ist also egal, ob ein Nutzer gerade an einem schwierigen Level eines Spiels auf Xbox One, PC oder Windows-Tablet hängt – er kann immer seine Freunde fragen. Gesteigert wird dieses Prinzip noch durch gemeinsame Spiele auf der Konsole und dem Windows-PC, wie wir in einer eigenen Meldung beschreiben. Dazu zeigte Microsoft zwar nur das Spiel Fable Legends, bei dem Spencer und eine Mitarbeiterin von Lionhead gegeneinander antraten, aber bei diesem Titel dürfte es nicht bleiben.

Am sehnsüchtigsten erwartet wird von PC-Spielern aber DirectX 12, das mit Windows 10 Premiere feiern soll. Ob es auch für andere Plattformen erscheint, insbesondere für das bei Spielern am weitesten verbreitete Windows 7, erwähnte Spencer nicht – es sieht bisher nicht danach aus . Er zeigte aber eine bisher noch unbekannte Demo mit geradezu irrsinnig vielen Gebäuden, die von Futuremark stammen soll. Vermutlich handelt es sich um eine neue Szene für den 3DMark.

Auf derselben Hardware, wie Spencer beteuerte, kam die Szene mit DirectX 11 oft zum Stehen, mit DirectX 12 lief sie stets flüssig. Das, so erklärte er weiter, liege an der geringeren CPU-Belastung. Das hatte Intel schon zuvor mit DX12-Demos gezeigt. Insbesondere für Tablets ist Microsoft das wichtig. Spencer zufolge soll sich mit DirectX 12 bei manchen Spielen die Leistungsaufnahme halbieren – was in einer verdoppelten Akkulaufzeit für Tablets mit Spielen resultieren könnte.


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