Xbox 360: Nach 78 Milliarden Spielestunden ist Schluss
Etwas mehr als zehn Jahre nach dem Verkaufsstart der Xbox 360 kündigt Microsoft die Einstellung der Produktion an. Der zuständige Manager Phil Spencer schreibt im Firmenblog(öffnet im neuen Fenster) , dass das bestehende Inventar noch ausverkauft und die Konsole weiterhin von Xbox Live unterstützt werde.

Nach Angaben von Spencer sind auf der Xbox 360 im Laufe der Jahre über 78 Milliarden Stunden lang Spiele gespielt worden. 25 Milliarden Stunden hätten die Besitzer mit Anwendungen verbracht – vermutlich vor allem mit dem Anschauen von Videos und Filmen.
Aktuelle Verkaufszahlen nennt Microsoft nicht. Laut Schätzungen der unabhängigen Seite VG Chartz wurden weltweit insgesamt 85,5 Millionen Xbox 360 verkauft – das Konkurrenzmodell von Sony, die Playstation 3, liegt bei 86,4 Millionen Geräten. Allerdings hat die Xbox 360 im wichtigen US-Markt einen großen Vorsprung: Sie liegt bei 48,8 Millionen Einheiten, während die PS3 nur auf 29,3 Millionen Einheiten kommt.
Nach Angaben von VG Chartz hat Microsoft von der Xbox 360 in Europa rund 25,8 Millionen Geräte verkauft, die Playstation 3 liegt bei 34,3 Millionen Geräten. Besonders groß ist der Unterschied in Japan: Dort kommt die PS3 auf 10,4 Millionen Einheiten, die Xbox 360 hat gerade mal 1,66 Millionen geschafft.
Der vermutlich größte Verdienst der Xbox 360 liegt darin, dass sie Grundlage für das immer noch moderne Onlinenetzwerk Xbox Live war. Spencer weist außerdem darauf hin, dass sie Updates mit neuen Funktionen auf Basis von Fanwünschen auf Konsolen etabliert hat.
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Bei vielen Spielern dürfte die 360 auch wegen des Red Ring of Death unvergessen bleiben: Mit dieser Fehlermeldung verabschiedete sich die Konsole dauerhaft bei vielen Besitzern, meist mitten im Spiel – wegen thermischer Probleme. Der Hardwarebug hat Microsoft vermutlich viele Milliarden US-Dollar für Reparaturen und den Austausch defekter Geräte gekostet.
Viele Spiele der Xbox 360 lassen sich inzwischen offiziell per Emulation – Microsoft nennt das Abwärtskompatibilität – auf der seit Ende 2013 erhältlichen Xbox One nutzen.
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