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Xavier und Herwart: Harte Geduldsprobe für Telekom-Kunden nach Sturmschäden

Die Telekom räumt ein, dass die Beseitigung von Sturmschäden an oberirdischen Leitungen lange dauern kann. Solange der Wald nicht freigegeben ist, können die Techniker nicht hinein. Die jüngsten Stürme verursachten 4.000 Schäden.
/ Achim Sawall
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Festnetzschaden durch Sturm Xavier (Bild: Deutsche Telekom)
Festnetzschaden durch Sturm Xavier Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom hat eingeräumt, dass die Behebung von Sturmschäden lange dauern kann. Das gab das Unternehmen in seinem Firmenblog bekannt.(öffnet im neuen Fenster) Die zuständigen Kommunen oder die Waldbesitzer bestimmten das Tempo.

Kunden der Telekom in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, wo es über 4.000 Schäden an oberirdischen Leitungen gab, werden laut Telekom "auf eine harte Geduldsprobe gestellt". Dieses Arbeitsaufkommen falle üblicherweise in sechs Monaten an.

Am Tag nach dem Sturm Xavier hatte ein Deutsche-Telekom-Sprecher noch Golem erklärt: "Es gibt natürlich Auswirkungen im östlichen Bereich, was Oberlandleitungen betrifft. Und es gibt Stromausfälle, die dann auch unser Netz betreffen. Riesig große Störungen haben wir nicht, weil die Technik von dem Sturm nicht so stark betroffen ist."

Glasfaser – ein Holzweg (Firmenvideo Telekom)
Glasfaser – ein Holzweg (Firmenvideo Telekom) (05:38)

Falls oberirdische Leitungen durch umstürzende Bäume oder herabfallende schwere Äste zerrissen oder Holzmasten, an denen oberirdischen Kabel hängen, durch den umstürzende Bäume beschädigt würden, könne es für Kunden schon mal länger dauern.

Telekom: Waldstücke nicht freigegeben

"Es kann lebensgefährlich sein, nach einem Sturm den Wald zu betreten oder den Versuch zu unternehmen, heruntergefallene Äste eigenhändig zu entfernen. Das gilt besonders, da Kronen und Äste, die abgeknickt wurden und sich verkeilt haben, noch nicht zu Boden gefallen sind. Zunächst müssen die Waldbesitzer das Gelände aufräumen, sicher machen und geschädigte Bäume, die umstürzen könnten, beseitigen. Die Aufarbeitung von Sturmwürfen gehört zu den gefährlichsten Arbeiten im Wald", erklärte das Unternehmen. Wenn die Experten nicht an die Schadensstellen herankämen, können die Leitungen nicht repariert werden. Erst wenn die betroffenen Waldstücke freigegeben sind, könnten die Techniker mit der Instandsetzung der Leitungen beginnen.

Da Extremwetter mit Orkantiefs und Hochwasser immer mehr zunehmen, dürfte das keine Ausnahme bleiben. Der Konzern hatte vor knapp zwei Jahren 100.000 Kilometer oberirdische Leitung.


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