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xAI vor FSD: Elon Musk hat Tesla auf Nvidia-Chips warten lassen

Wer KI entwickelt, braucht Rechenleistung. Der Tesla -Chef priorisiert dabei scheinbar xAI vor dem Autopiloten.
/ Daniel Ziegener
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Elon Musk ist Chef zahlreicher Firmen. (Bild: WENN via Reuters)
Elon Musk ist Chef zahlreicher Firmen. Bild: WENN via Reuters

"Elon priorisiert den Einsatz des X-H100-GPU-Clusters bei X gegenüber Tesla, indem er 12.000 der ausgelieferten H100 GPUs, die ursprünglich für Tesla vorgesehen waren, stattdessen zu X umleitet" , hieß es in einer internen Nachricht von Nvidia aus dem Dezember 2023.

Im Gegenzug seien 12.000 ursprünglich für Januar und Juni von X bestellte H100 zu Tesla umgeleitet worden. Weder Nvidia noch Tesla und X wollten sich gegenüber CNBC äußern.

xAI entwickelt den X-Chatbot Grok

Elon Musk, der bereits CEO von Tesla, SpaceX und X ist, gründete im vergangenen Jahr ein weiteres Unternehmen. Das Start-up xAI soll die KI-Forschung vorantreiben . Als erstes Ergebnis seiner Arbeit veröffentlichte xAI im November 2023 den Chatbot Grok , der eng mit Musks Social-Media-Plattform X verknüpft ist.

Musk schrieb noch im April auf X(öffnet im neuen Fenster) , dass Tesla in diesem Jahr etwa 10 Milliarden US-Dollar in das Training von künstlicher Intelligenz investieren werde, die vor allem im Auto zum Einsatz kommen solle. "Jedes Unternehmen, das nicht auf diesem Niveau ausgibt, und zwar effizient, ist nicht wettbewerbsfähig" , so der CEO.

Tesla zwischen Autohersteller oder Softwareentwickler

Erst kürzlich drohte Musk damit, die Entwicklung künstlicher Intelligenz und Robotik bei Tesla auszulagern , sollte er nicht 25 Prozent der Stimmrechte beim Autohersteller erhalten. Musk versuchte zuletzt, Tesla als Softwareunternehmen zu positionieren(öffnet im neuen Fenster) und den Fokus auf Produkte wie die Full-Self-Driving-Software zu legen.

Dahinter steckt, dass Tesla an der Börse eher auf dem Niveau eines Techunternehmens als eines Automobilherstellers bewertet wird. Als solcher hat das Unternehmen aber deutlich niedrige Gewinnmargen als hoch bewertete Softwarehersteller, was sich zuletzt auch im Schrumpfkurs des Unternehmens widerspiegelte .


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