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xAI-Expansion: Musk kauft Rechenzentrum-Anlage in Mississippi

Elon Musks KI-Firma xAI expandiert weiter – direkt neben dem Colossus-Datencenter in Memphis kommt eine neue Anlage hinzu.
/ Andreas Donath
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xAI baut aus (Bild: xAI)
xAI baut aus Bild: xAI

Das KI-Unternehmen xAI von Elon Musk hat laut Grundbucheinträgen einen großen Gebäudekomplex in Southaven im US-Bundesstaat Mississippi erworben. Die neue Anlage liegt nur wenige Kilometer südlich der Staatsgrenze zu Tennessee, wo xAI bereits das Colossus-Rechenzentrum in Memphis betreibt.

Die Nachricht stammt von der Fachpublikation The Information(öffnet im neuen Fenster) , die entsprechende Unterlagen einsehen konnte. Musk will am Standort Memphis das nach eigenen Angaben größte KI-Rechenzentrum der Welt aufbauen. Neben dem bestehenden Colossus-Komplex entsteht dort bereits eine zweite Anlage mit der internen Bezeichnung Colossus 2. Den Kauf der Anlage bestätigte Musk mittlerweile auf X.

Was ist geplant? – Eine halbe Million Nvidia-Chips

Die Dimensionen des Projekts sind beachtlich. Musk schrieb Anfang 2025 auf seiner Plattform X, dass Colossus 2 letztendlich 550.000 Chips von Nvidia aufnehmen soll. Branchenkenner schätzen die Investitionskosten für eine solche Ausstattung auf mehrere Dutzend Milliarden US-Dollar. XAI hat bislang keine konkreten Zahlen genannt.

Die aggressive Expansion spiegelt einen Branchentrend wider: Rechenleistung ist zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor in der KI-Entwicklung geworden. Tech-Konzerne konkurrieren massiv um Chipmengen und Infrastruktur für das Training komplexer KI-Modelle.

Bloomberg News(öffnet im neuen Fenster) berichtete bereits im Frühjahr, dass xAI rund 20 Milliarden US-Dollar über eine Mischung aus Krediten und Eigenkapital einsammeln wolle. Ein Teil davon fließt in den Kauf von Nvidia-Prozessoren für Colossus 2 .

Warum Mississippi? – Strategische Lage nutzt Memphis-Infrastruktur

Die Entscheidung für Southaven deutet auf logistische oder regulatorische Vorteile hin. Die Stadt liegt direkt südlich von Memphis und könnte xAI erlauben, bestehende Infrastruktur und Stromnetz-Anbindungen zu nutzen, während gleichzeitig unterschiedliche Förderprogramme der Bundesstaaten zum Tragen kommen.

Rechenzentren benötigen enorme Strommengen. Die Nähe zu Memphis ermöglicht möglicherweise gemeinsame Ressourcennutzung bei gleichzeitiger Lastverteilung über verschiedene Energieversorger.

XAI lehnte auf Anfrage eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Das Unternehmen kommuniziert generell wenig über operative Pläne – abgesehen von gelegentlichen Social-Media-Posts des Firmengründers.


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