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x86-Prozessoren: AMD hält CPU-Marktanteil von fast ein Drittel

Den Gaming-Konsolen sei dank: AMD hat einen neuen Rekordmarktanteil bei x86-Chips erreicht, Intel hingegen hat überall verloren.

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Ein älterer Ryzen Threadripper (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Mit einem Marktanteil von 31,4 Prozent im zweiten Quartal 2022 hat AMD laut den Analysten von Mercury Research (via Tom's Hardware) den bisher höchsten im x86-Segment erreicht. Verglichen zum Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 8,9 Prozentpunkten - auf Kosten von Intels sämtlichen Sparten.

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Allerdings gilt es, diese Zahlen ein bisschen zu relativieren, denn Mercury Research zählt beim x86-Marktanteil auch die auf dieser Befehlssatzarchitektur basierenden Spielekonsolen von Microsoft und Sony dazu. So wurden bisher immerhin 21,7 Millionen Exemplare der Playstation 5 verkauft - die Vorgänger und die multiplen Versionen der Xbox nicht eingerechnet, welche die Zahl vervielfachen dürften.

Umgekehrt rechnet Mercury Research im Server-Segment auch Edge- und Netzwerk-Prozessoren hinzu, wo AMD traditionell schlechter dasteht als Intel. Mit 13,9 Prozent Marktanteil und damit einem Plus von 4,4 Prozentpunkten verglichen zum Vorjahr legte der Hersteller dennoch klar zu, wie zuletzt auch die exzellenten Quartalsergebnisse von AMD und die katastrophalen Zahlen von Intels Datacenter-Sparte belegten.

Apple Silicon sorgt für ARM-Anstieg

Im Desktop-Bereich legte AMD verglichen zum Vorjahr um 3,5 Prozentpunkte auf 20,6 Prozent zu, im Notebook-Geschäft stieg der Wert verglichen zum Vorjahr um 4,4 Prozentpunkte auf 24,8 Prozent. Interessant ist in diesem Kontext, dass Systeme mit ARM-basierten Prozessoren in den vergangenen Jahren einen klaren Anstieg verzeichneten: Waren es im zweiten Quartal 2020 noch unter zwei Prozent, sind es mittlerweile immerhin 9,5 Prozent relativ zum x86-Marktanteil.

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Dabei handelt es sich primär um Mac-PCs und Macbooks von Apple, die mit den M-Chips alias Apple Silicon ausgestattet sind. Andere ARM-Geräte wie Laptops mit Snapdragon-SoCs von Qualcomm spielen weniger eine Rolle, beispielsweise einige Laptops von Lenovo oder die Surface-Geräte von Microsoft.