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X570/B550-Mainboards: AMD untersucht Ryzen-USB-Probleme

Bei Ryzen -Platinen mit X570/B550-Chip gibt es teils Verbindungsabbrüche, weshalb Geräte dann temporär nicht mehr funktionieren.
/ Marc Sauter
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Symboldbild einer AM4-Platine (Bild: AMD)
Symboldbild einer AM4-Platine Bild: AMD

Seit einigen Monaten existieren Berichte, wonach Ryzen-Systeme mit einem X570/B550-Mainboard unter Verbindungsabbrüchen von USB-Geräten leiden. Auch die Golem.de-Redaktion hat das mehrfach erlebt, aber bisher nicht verlässlich reproduzieren können. AMD bestätigte das Problem(öffnet im neuen Fenster) mittlerweile und möchte gemeinsam mit der Community versuchen, eine Lösung zu finden.

In unserem Fall wurden Maus und Tastatur für weniger als eine Sekunde nicht mehr erkannt, was Aussetzer im Desktop-Betrieb oder in Spielen provozierte. Als Workaround klappte es, die Peripherie direkt an die USB-Ports der Ryzen-CPU zu hängen, statt die Buchsen zu nehmen, welche vom B550-Chip gestellt werden.

Die meisten Berichte aber drehen sich nicht um Eingabegeräte, sondern um externe Laufwerke wie Festplatten und SSDs oder um VR-Headsets. In beiden Fällen werden weitaus mehr Daten übertragen und auch der Energiebedarf dieser Geräte ist üblicherweise weitaus höher als bei Maus und Tastatur, was beides Gründe für die Verbindungsabbrüche sein könnten.

AMD Ryzen 5000 vorgestellt
AMD Ryzen 5000 vorgestellt (24:39)

AMD sagte, es werde in den kommenden Tagen diverse Personen bei Reddit kontaktieren, bei denen das Phänomen auftrete. Durch das Mitteilen der Hardware-Konfiguration, bestimmter Log-Dateien, weiterer Systeminformationen und einer Reproduktion des Fehlers soll dieser eingegrenzt werden. Darüber hinaus steht der Online Request Service(öffnet im neuen Fenster) bereit, um Berichte über die Verbindungsabbrüche einzureichen.

Seit der ersten Ryzen-Generation (Summit Ridge) handelt es sich bei den Prozessoren um Systems-on-a-Chip: Sie integrierten neben CPU-Kernen und Speichercontroller sowie PCIe-Root-Complex auch das, was früher die Southbridge war. Daher stecken in allen Ryzen-Modellen auch I/O-Funktionen wie Sata oder USB, weshalb sie prinzipiell ohne dedizierten I/O-Chip verwendet werden können.

Zumindest bei ATX-Mainboards wird aber noch zusätzlich ein Fusion Controller Hub (FCH) wie der X550 verbaut, damit die Anzahl an Sata- und USB-Ports höher ausfällt. Vor allem aber liefern diese Chips weitere PCIe-Lanes, die 20 Bahnen einer Ryzen-CPU einzig für eine Grafikkarte (x16) und eine NVMe-SSD (x4) ausreichen.


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