Abo
  • IT-Karriere:

X-Server: X.org 1.20 bringt GLVND und verbessert VR und XWayland

Die neue Version des X.org X-Servers 1.20 unterstützt mehrere GL-Backends, XWayland mit der Technik von Nvidia und verbessert die Nutzung von VR-Headsets. Einige Probleme machen noch die Gerätetreiber.

Artikel veröffentlicht am ,
VR-Headset sollten mit dem X.org X-Server 1.20 besser funktionieren.
VR-Headset sollten mit dem X.org X-Server 1.20 besser funktionieren. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Nach rund eineinhalb Jahren Entwicklungsarbeit ist der X.org X-Server in Version 1.20 erschienen. Neben Detailverbesserungen unter der Haube wie der Unterstützung für DRI3 1.2 und damit für die Fence-Schnittstellen gibt es eine Vielzahl an Neuerungen, von denen auch Endnutzer profitieren sollten.

Stellenmarkt
  1. Haufe Group, Freiburg
  2. Syna GmbH, Frankfurt am Main, Neuwied, Ilsfeld

Dazu gehört etwa die Unterstützung für die sogenannte Vendor-neutral Dispatch Library für OpenGL (GLVND). Diese ursprünglich von Nvidia vorgeschlagene Bibliothek soll es ermöglichen, zwei OpenGL-Implementierungen nebeneinander auf dem System vorhalten und verwenden zu können. Dies kann nun also auch für unterschiedliche X-Screens genutzt werden.

Wie vor über einem Jahr angekündigt, unterstützt der X-Server VR-Headsets wesentlich besser als bisher. Hauptverantwortlich dafür ist der langjährige X11-Entwickler Keith Packard, der die Arbeiten im Auftrag von Valve für dessen Spieleplattform Steam umgesetzt hat.

Der XWayland-Server unterstützt nun die Verwendung der EGLStreams-Technik von Nvidia zur Unterstützung von Wayland-Technik mit dem proprietären Treiber des Unternehmens. Ebenso hat das Team einige Details von XWayland zur Desktop-Nutzung verbessert. Der generische Modesetting-Treiber sowie andere X.org-Teile unterstützten mit der neuen Version den Deep-Color-Modus mit 10 Bit Farbtiefe pro Kanal. Dieser Modesetting-Treiber nutzt außerdem das Atomic Modesetting des Kernels.

Probleme bei den Gerätetreibern

Für Probleme sorgt derzeit noch die Kombination des aktuellen Mesa mit X.org 1.20 und dem generische Modesetting-Treiber für die KDE-Entwickler. Einem Beitrag auf der X.org-Mailing-Liste zufolge bleibt die Plasmashell, also der KDE-Desktop, unter diesen Umständen hängen. Die beteiligten Entwickler diskutieren zurzeit noch eine Lösung.

Ebenfalls für Probleme sorgt derzeit, dass die gerätespezifischen X-Treiber (DDX) in Teilen noch nicht an die neue Server-Version angepasst sind, wie ein NetBSD-Entwickler erklärt. Das gilt zwar größtenteils für eher alte und obskure Grafik-Hardware, aber auch für die Treiber von AMD und Intel.

Einige Distributionen verzichten inzwischen auf die Verwendung des Intel-DDX, da dieser schon seit mehreren Jahren keine offizielle stabile Veröffentlichung mehr erhalten hat und setzen hier stattdessen auf den generischen Modesetting-Treiber.

Die geschilderten Schwierigkeiten sollten in den kommenden Tagen oder auch Wochen behoben sein und Distributionen danach beginnen, den X.org X-Server 1.20 als Paket auszuliefern.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 114,99€
  2. (u. a. GTA 5 für 12,99€, Landwirtschafts-Simulator 19 für 27,99€, Battlefield V für 32,99€)
  3. 849,00€ (Bestpreis!)
  4. 169,00€

jose.ramirez 15. Mai 2018

Nvidia Hardware ;)


Folgen Sie uns
       


Huawei P30 Pro - Test

5fach-Teleobjektiv und lichtstarker Sensor - das Huawei P30 Pro hat im Moment die beste Smartphone-Kamera.

Huawei P30 Pro - Test Video aufrufen
Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

Mordhau angespielt: Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
Mordhau angespielt
Die mit dem Schwertknauf zuschlagen

Ein herausfordernd-komplexes Kampfsystem, trotzdem schnelle Action mit Anleihen bei Chivalry und For Honor: Das vom Entwicklerstudio Triternion produzierte Mordhau schickt Spieler in mittelalterlich anmutende Multiplayergefechte mit klirrenden Schwertern und hohem Spaßfaktor.
Von Peter Steinlechner

  1. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle
  2. Bright Memory angespielt Brachialer PC-Shooter aus China

Motorola One Vision im Hands on: Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro
Motorola One Vision im Hands on
Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro

Motorola bringt ein weiteres Android-One-Smartphone auf den Markt. Die Neuvorstellung verwendet viel Samsung-Technik und hat ein sehr schmales Display. Die technischen Daten sind für diese Preisklasse vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Moto G7 Power Lenovos neues Motorola-Smartphone hat einen großen Akku
  2. Smartphones Lenovo leakt neue Moto-G7-Serie

    •  /