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X-Plane 11.40: Austin Meyer wird das Flugmodell deutlich verbessern

X-Plane-Entwickler Austin Meyer plant für X-Plane 11.40 Großes. Für das Flugmodell arbeitet er an einer Präzisierung der Bewegungen der Luft, die wiederum mit den Flugzeugmodellen interagiert. Interessanterweise ist das eine Auswirkung seiner Arbeit an einem echten neuen Flugzeug.

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Flugversuche dieser Maschine zeigten, dass X-Plane ein paar Defizite hat.
Flugversuche dieser Maschine zeigten, dass X-Plane ein paar Defizite hat. (Bild: Austin Meyer)

Mit X-Plane 11.40 wird Austin Meyer sein Flugmodell deutlich überarbeiten oder genauer gesagt präzisieren. Der Flugsimulator arbeitet seit je her mit der Blade Theory. Anders formuliert, wenn etwas im Planemaker flugfähig gebaut wird, und sei es nur ein Stein, dann werden dessen aerodynamischen Eigenschaften korrekt umgesetzt. Der Simulator ist diesbezüglich so gut, dass selbst Airbus ihn verwendet. Wie Meyer festgetellt hat, fehlt es dem Simulator trotzdem noch an Präzision. So haben Flugzeuge etwa nicht nur durch den Propeller Vortrieb, mitunter ist der Auspuff für zehn Prozent des Schubs verantwortlich. Das berücksichtigt X-Plane in der Alpha-Version jetzt, wenn das experimentelle Flugmodell aktiviert wird.

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Eine weitere Ergänzung sind Wirbelschleppen, die nun modelliert werden. Damit wird das Fliegen hinter einem anderen Flugzeug mitunter ziemlich gefährlich, insbesondere wenn ein kleines Propeller-Flugzeug auf die Wirbelschleppen eines Großraumjets trifft. X-Plane 11.40 berücksichtigt zudem, dass etwa der Luftstrom eines Front-Propellers sich nicht nur nach hinten, sondern auch kreisförmig um das Flugzeug bewegt.

Sehr viel stärker werden Besonderheiten von Flugzeugen berücksichtigt, die Luft nicht konventionell beschleunigen und für eine Vorwärtsbewegung nutzen. Tilt-Rotor-Flugzeuge und Helikopter werden sich durch eine andere, korrektere Behandlung der Luftbewegungen wohl etwas anders fliegen. Selbiges gilt für die Aerodynamik, wenn sich ein Flugzeug bewegt. Zieht der Pilot etwa die Nase nach oben, gibt es zusätzliche Strömungen, die auf das Heck einwirken, dieses herunterdrücken und damit den Effekt des Hochziehens verstärken. Den Effekt hat Meyer aber schon eingebaut. Er hat bisher allerdings vergessen, dass das Herunterdrücken des Hecks nicht sofort geschieht, da die Luft das Heck erst erreichen muss. Der Simulator wird dadurch wohl noch ein bisschen empfindlicher in der Feinsteuerung. Da die exakte Berechnung des Luftstroms und die Auswirkungen auf das Heck für den Simulator zu viel Leistung kostet, nutzt er ein vereinfachtes Modell, basierend auf Zeit. Es soll dennoch realistischer sein, als die vorherige Methode.

Testflüge eines e-VTOL-Flugzeuges als Auslöser

Der Hintergrund zu dem neuen Modell ist hochinteressant. Meyer arbeitet derzeit mit Beta Technologies an einem e-VTOL-Flugzeug. Das Flugzeug wurde zunächst in X-Plane modelliert. In den ersten echten Flügen zeigte sich, dass das Flugzeug sich fast so verhält, wie es X-Plane vorausgesehen hat. Es gab aber kleine Schwächen, die Meyer analysiert und in X-Plane 11.40 korrigiert oder ergänzt hat.

Meyer hat sich aber auch um das Wasser gekümmert. Für Wasserflugzeuge sind die darunter liegenden Wasserwellen wichtig. Statt wie bisher eine Sinuswelle pauschal als Beeinflussung zu nehmen, haben die Wellenberge Spitzen und damit weniger Volumen, das das Flugzeug beeinflusst. Als Folge wird das Flugzeug auf dem Wasser etwas ruhiger in der Handhabung. Die Verbesserungen erklärt Austin Meyer etwa ab Minute 5 in einem anschaulichen Video mit Hilfe eines Whiteboards.

Die Verbesserungen des Flugmodells sind auf jeden Fall groß. Wie stark die Auswirkungen in der Praxis sind, bleibt abzuwarten, denn noch ist X-Plane 11.40 in einer begrenzten Alpha-Version. Nicht jeder kann diese schon fliegen. Vermutlich wird die neue Version noch vor dem Flight Simulator 2020 von Microsoft erscheinen. Für den hat Austin Meyer übrigens nette Worte übrig. Die bisherigen Bilder begeistern ihn. Für ihn ist es ein Blick zurück in das Jahr 1995. Wie damals ist der Flight Simulator durch den anderen Ansatz für ihn keine Konkurrenz, sondern ein koexistierendes Produkt.

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