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X-Plane 10 wird konstant weiterentwickelt.
X-Plane 10 wird konstant weiterentwickelt. (Bild: X-Plane)

X-Plane 10.50: Großes Update für den Flugsimulator

X-Plane 10 wird konstant weiterentwickelt.
X-Plane 10 wird konstant weiterentwickelt. (Bild: X-Plane)

Trotz eines andauernden und kostspieligen Rechtsstreits mit einem Patenttroll gelingt es Laminar Research, weiterhin Updates für X-Plane 10 zu entwickeln. Nachdem die mobile Anwendung die Simulationsengine des Desktops übernommen hat, ist jetzt die Desktop-Variante mit einem großen Update dran.

X-Plane 10.50 ist fertig. Der von uns im Jahr 2012 getestete Flugsimulator erfährt damit ein weiteres, ziemlich großes und kostenloses Update. Viele der damals gefundenen Kritikpunkte gibt es nicht mehr. Einer der letzten ernsthaft betriebenen Flugsimulatoren ist weiter stark gewachsen. So sehr, dass die Community die Entwickler vor neue Probleme stellt.

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Zwar finden sich im Changelog zahlreiche Änderungen. Doch weil die Entwickler-Community teilweise erst in der Release-Candidate-Phase ihre Erweiterungen gegen die neue Version getestet hat, gab es Verzögerungen. Zudem wird in Kürze die Version 10.51 veröffentlicht, die zahlreiche neue Flughafenbauten beinhaltet. Das liegt an Entwicklungswerkzeugen, die basierend auf X-Plane 10.50 veröffentlicht werden.

Insgesamt wird die Version 10.50/51 über 700 verbesserte Flughäfen und fast 150 neue Flughafenszenarien beinhalten, die von der Community entwickelt wurden. Die Openstreetmap-Daten reichten dafür nicht aus. Wer sich durch die Code-Liste wühlt, wird allerdings kaum bekannte Flughafencodes finden. Es sind aber erstaunlich viele deutsche Airport-Codes zu finden, erkennbar an dem ED am Anfang des ICAO-Codesystems. Einer der neuen Flughäfen ist beispielsweise der Flugplatz Zwickau. Nach ICAO-Code ist das EDBI. Den eher bekannten IATA-Code gibt es nicht.

Berlin Brandenburg International wird verbessert

Zu den verbesserten Flughäfen gehört der noch immer nicht eröffnete Flughafen Berlin Brandenburg International (ICAO: EDDB, IATA: BER). Hier ist X-Plane seiner Zeit voraus, denn geflogen wird in der Realität noch immer entweder von Tegel (EDDT/TXL) oder Schönefeld (EDDB/SXF). Und das wird auf absehbare Zeit auch so bleiben.

Abseits der Szenerien gibt es weitere Veränderungen. In den USA gilt etwa ein neues System zur automatischen Generierung der Landschaft, das realistischer sein soll. Eine neue KI sorgt dafür, dass die anderen Flugzeuge sich am Himmel sinnvoller bewegen. Dazu gehört, dass andere Flugzeuge angesichts einer absehbaren Kollision durchstarten (Go Around) und geparkte Flugzeuge auf einem Flughafen besser zufällig verteilt werden.

Eine von der KI geflogene Boeing 747 wird zudem mit der neuen Version nur noch eingeschränkt Flughäfen nutzen können. Gibt es beispielsweise keinen freien Parkplatz der Kategorie E oder F, wird die Maschine dort nicht landen. Es wird aber weiterhin einige unrealistische Landungen geben. Das liegt vor allem daran, dass die Daten nicht perfekt sind und die Entwickler es vermeiden wollen, dass auf bestimmten Flughäfen plötzlich gar kein Flugzeug mehr landen kann.

Auch die Flugverkehrskontrolle (Air Traffic Control, ATC) wurde verbessert. Einen etwas größeren Fokus haben die Entwickler auf den militärischen Teil der Simulation gelegt und zahlreiche Veränderungen umgesetzt.

X-Plane ist ein großes Projekt

Abseits der Desktop-Version geschieht noch einiges anderes rund um den Flugsimulator. Erst kürzlich wurde X-Plane 10 Mobile im Prinzip entkernt. Die Engine, die sich um das Flugverhalten kümmert, wurde bei der iOS- und Android-Version ausgetauscht. Sie nutzt mit der neuen Version dieselbe Engine, die auch die Desktop-Variante verwendet. Die aktuelle mobile Version ist 10.3/10.3.1. Der Vorteil liegt auf der Hand: In Zukunft muss das Team nur noch eine Codebasis pflegen. Mittlerweile sind Mobilgeräte so leistungsfähig, dass auch die Desktop-Engine dort verwendet werden kann.

Weiterhin Ärger haben die Entwickler derweil mit einem Patenttroll. Mittlerweile hat Uniloc nach Angaben von Laminar Research dem Unternehmen angeboten, das Verfahren einzustellen, wenn es 50.000 US-Dollar zahlt. Doch Austin Meyer, der Chef von Laminar Research, ist stur und hat erst im Juni 2016 ein sehenswertes Update zu dem Verfahren veröffentlicht. Laminar Research gehört damit zu den wenigen Android-Entwicklern, die sich gegen derartige Verfahren wehren können. Der Vorfall hat Meyer einige mediale Aufmerksamkeit beschert. Selbst John Oliver (Last Week Tonight, HBO) nutzte X-Plane 2015 für sein Patenttroll-Stück, immerhin hat Laminar Research seit Jahren Ärger mit Uniloc:

Trotzdem sieht die Zukunft gut aus. Die Entwicklung ist noch immer nicht beendet, darauf deuten zumindest mehrere mysteriöse Trailer hin, die das Team abseits der Betitelung als The Journey Continues weitestgehend kommentarlos in den vergangenen Wochen veröffentlichte:

X-Plane 10.50 ist ab sofort über den Aktualisierungsmechanismus für Windows, OS X und Linux verfügbar. Laut den Entwicklern kann es bei der Steam-Version ein bis zwei Tage länger dauern.


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blackFin 08. Sep 2016

...aus dem Schrank zu holen :-)

v3nd3tta 07. Sep 2016

Mein Respekt geht an Austin & seine Firma als auch die Produkte der Konkurrenz die sich...



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