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X.org: X-Server 1.16 mit XWayland und Glamor erschienen

Die Veröffentlichung des X-Servers mit den meisten Änderungen seit Jahren bringt die 2D-Beschleunigung über OpenGL, Glamor sowie XWayland und Unterstützung für Systemd.

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Glamor und XWayland stehen nun im X-Server bereit.
Glamor und XWayland stehen nun im X-Server bereit. (Bild: X.org)

Anwender können die designierten Nachfolger des X-Window-Systems unter Linux, Wayland und das für Ubuntu vorgesehene Mir immer noch nicht einfach benutzen. Für die Kompatibilität zu neuen Techniken ist der nun erschienene X.org X-Server 1.16 eine der umfassendsten Veröffentlichungen seit Jahren.

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Am meisten Code trägt die neue 2D-Beschleunigung Glamor dazu bei. Das Teilprojekt ist seit 2011 in Entwicklung und seitdem mehrfach überarbeitet worden. Glamor ist im Grunde ein 2D-Treiber für den X-Server, der OpenGL-Aufrufe zur beschleunigten Grafikdarstellung nutzt.

Wegen der Implementierung, die direkt OpenGL-Funktionen nutzt, ist es nahezu unabhängig von der eingesetzten Hardware und könnte von jedem X-Treiber genutzt werden. Glamor kann bereits zum Beispiel von Intels Treiber sowie vom Radeonsi-Treiber verwendet werden, bei Letzterem aber noch mit erheblichen Leistungsproblemen.

XWayland

Dank des mittlerweile als sogenanntes DDX umgesetzten XWaylands ist es künftig möglich, auch unter Wayland weiterhin X-Anwendungen anzuzeigen und benutzen zu können. Das Modul kann als eigenständiger Server betrachtet werden und ist damit vergleichbar zu XNest oder auch XQuartz, was unter OS X verwendet wird. Mit der nun veröffentlichten Implementierung baut auch XWayland auf die Fähigkeiten von Glamor auf.

Der Wayland-Referenzcompositor, Weston, kann in der aktuellen Version 1.5 bereits auf XWayland zugreifen, so dass ein nahtloser Übergang zwischen altem und neuem Grafikserver möglich sein sollte. Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch weitere Wayland-Compositoren, wie etwa die Gnome-Shell oder künftig auch KDE Plasma, diesen Code übernehmen werden.

Zusätzlich zu den sehr großen Neuerungen unterstützt der neue X-Server nun auch, von Systemd gestartet und verwaltet zu werden, was unter anderem den Bootvorgang weiter beschleunigen soll. Darüber hinaus haben die Entwickler "Tausende Compiler-Warnungen beseitigt". Das Team hatte in der Vergangenheit immer mehr Compiler-Optionen zu den Builds hinzugefügt, um unsicheren Code aufzufinden, und die daraus entstandene "enorme Liste" nun angefangen abzuarbeiten.

Der Code des X.org X-Servers 1.16 steht zum Download bereit. Pakete für die Distributionen sollten demnächst folgen.



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