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X.org: X-Server 1.13 verbessert Hybridgrafik-Unterstützung

Veränderungen am Server und ein neues Treiber-API sollen dafür sorgen, dass der X-Server 1.13 Hybridgrafik-Techniken wie Nvidias Optimus besser unterstützt. Die meisten Treiber nutzen das neue API bereits.
/ Sebastian Grüner
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Der X-Server 1.13 bringt erste Unterstützung für Hybridgrafik-Techniken. (Bild: X.org)
Der X-Server 1.13 bringt erste Unterstützung für Hybridgrafik-Techniken. Bild: X.org

Damit der nun veröffentlichte X-Server 1.13(öffnet im neuen Fenster) Hybridgrafik-Techniken besser unterstützt, ist er teils stark umgebaut worden. Das Treiber-API wurde grundlegend überarbeitet . Dadurch soll es möglich sein, die Grafikhardware und die dazugehörigen Treiber in einer laufenden X-Session zu wechseln.

Dazu müssen die vorhandenen Treiber des X-Servers angepasst werden, was für die freien Intel-, Radeon- und Noveau-Treiber schon geschehen ist. Der proprietäre Nvidia-Treiber kann bereits mit dem ebenfalls neuen ABI des X-Servers 1.13 verwendet werden. Mit dem AMD-Catalyst-Treiber ist das noch nicht möglich.

Das mit dem X-Server veröffentlichte Randr 1.5 unterstützt ebenfalls zuschaltbare Grafikhardware. Dafür haben die Entwickler ein neues Objekt implementiert, das die GPU oder virtuelle Geräte repräsentiert. Auf Randr greifen die Konfigurationsprogramme der Desktopumgebungen Gnome und KDE SC oder auch das Tool XRandr zu.

Zusätzlich zu den Änderungen am Grafikserver werden auch die Linux-Kernel-Treiber, das Direct-Memory-Access-Subsystem sowie die Bibliothek Libdrm unter dem Codenamen "Prime" entsprechend angepasst. Diese Änderungen sind mit Linux 3.5 größtenteils umgesetzt worden.

Optimus mit proprietärem Nvidia-Treiber

Die Änderungen an X-Server und Kernel-Infrastruktur haben zur Folge, dass Nvidia nun daran arbeitet, die Optimus-Technik für Linux über den proprietären Treiber zu unterstützen. Das geht aus einer E-Mail des Nvidia-Entwicklers Aaron Plattner(öffnet im neuen Fenster) hervor, der darin um Hilfe bei Details der Implementierung bittet. Demnach hatte Plattner bereits in Arbeit befindlichen Proof-of-Concept-Code.

Das vor allem für Laptops gedachte Optimus sorgt für den Wechsel zwischen der GPU der Nvidia-Grafikkarte und den Grafikkernen, die in Intels Core-i-Prozessoren integriert sind. Diese Technik verlängert die Akkulaufzeit, ist bisher aber nur für Windows-Systeme verfügbar. Linus Torvalds ließ sich wegen der fehlenden Unterstützung für die Optimus-Technologie unter Linux zu den Worten "Fuck you, Nvidia!" hinreißen, als er an der Aalto-Universität in Finnland sprach .


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