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X-76: Darpa baut das schnellste Kipprotor-Flugzeug der Welt

Kein Rollfeld, keine Kompromisse: Bell Textrons experimenteller X-76 soll Hubschrauber-Flexibilität mit Jetgeschwindigkeit kombinieren – und geht jetzt in die Fertigung.
/ Michael Linden
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X-76 (Bild: Darpa)
X-76 Bild: Darpa

Die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa), eine Forschungsbehörde des US-Verteidigungsministeriums, hat Bell Textrons Experimentalflugzeug offiziell X-76 benannt(öffnet im neuen Fenster) und damit den Übergang von der Konstruktion in die aktive Fertigung markiert.

Wie funktioniert das? – Rotoren falten sich bei 150 Knoten weg

Der Trick steckt im sogenannten Stop-Fold-Rotor-System. Beim Start verhält sich der X-76 wie ein klassisches Kipprotor-Flugzeug. Ab etwa 150 bis 200 Knoten (280 bis 370 km/h) werden die Rotoren ausgekoppelt, in Fahrtrichtung gestellt und an den Triebwerksgondeln angelegt. Der Schub übernimmt dann eine Heckdüse. Ohne den Rotorwiderstand soll der X-76 über 450 Knoten erreichen – der V-22 Osprey(öffnet im neuen Fenster) schafft zum Vergleich maximal 270 Knoten (500 km/h). Die geplante Nutzlast liegt bei rund 450 Kilogramm, die Reichweite bei etwa 1.850 Kilometern.

Warum ist das wichtig? – Militär will weg vom Rollfeld

Darpa-Programmmanager Commander Ian Higgins sagte, dass eine Landebahn für Militärflugzeuge gleichzeitig Fluch und Segen sei. Wer keine braucht, ist schwerer anzugreifen und flexibler einsetzbar. Flugtests sind für Anfang 2028 geplant – ursprünglich war 2027 im Gespräch. Ob aus dem X-76 jemals ein Serienprodukt wird, hängt davon ab, was diese Tests zeigen. Bell baute mit dem XV-15 schon einmal eine solche Brücke – daraus wurde der V-22.


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