WWW-Begründer: Tim Berners-Lee ruft auf, Web3 zu ignorieren
Der Begründer des World Wide Webs, Tim Berners-Lee, hat bei einer Veranstaltung laut Medienberichten gesagt, dass das Web3 ignoriert werden soll. Im Rahmen des Web Summit in Lissabon in Portugal führte er seine Argumente aus, warum der Begriff unspezifisch ist und je nach Kontext falsch verwendet wird. Dies berichtete zuerst CNBC(öffnet im neuen Fenster) .
Beim Web3 – wie es Bernes-Lee nicht meint – handelt es sich um Distributed-Ledger-Technologie mittels einer Blockchain. Der WWW-Begründer versteht unter dem Begriff viel eher eine Fortentwicklung des Webs hin zu Semantik und Hoheit über die eigenen Daten. Berners-Lee begründet mit seiner seit dem Jahr 1989 entwickelten Hypertext-Mark-up-Language das World Wide Web.
"Es ist wichtig, Klarheit zu schaffen, um die Auswirkungen neuer Technologien zu diskutieren" , sagte Berners-Lee laut Bericht in Lissabon. "Man muss verstehen, was die Begriffe, über die wir diskutieren, tatsächlich bedeuten, jenseits der Buzzwords." Mit diesen Buzzwords sei unter anderem der Begriff des Web3 gemeint.
Datensilos für Datenhoheit
Berners-Lee hat ein eigenes Projekt am Massachusetts Institute for Technology(öffnet im neuen Fenster) , um für Datenhoheit der Nutzer zu sorgen: Solid. Laut dessen Projektidee sollen Nutzerdaten in Silos gespeichert werden, über die die Nutzer selbst bestimmen und die sie auch migrieren können. "Ignorieren Sie das Web3-Zeug, das zusammengewürfelte Web3, das auf Blockchains aufgebaut wurde" , fügte er in Lissabon hinzu. "Wir verwenden das nicht für Solid."
Wie Golem.de analysierte , hat sich die Idee vom Web3 als dezentrales Netz durchgesetzt. Es soll durch die Nutzer selbst organisiert werden, im Unterschied zum Internet der Plattformen, in dem ein paar wenige gigantische Konzerne alle Daten besitzen und verwalten. Damit die Daten niemand alleine hat und die Transaktionen abgesichert sind, soll eine Blockchain benutzt werden.
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