WWDC: Apple macht Swift 2.0 zu Open Source und unterstützt Linux
Apple hatte seine Programmiersprache, die eine Alternative zu Objective C sein soll, vor einem Jahr auf seiner Entwicklerkonferenz vorgestellt. Nun gibt es eine Ankündigung für Version 2.0. Die neue Swift-Version soll bis zu siebenmal schneller und Open Source sein. Viele dürfte auch die Ankündigung von Apples Software-Chef Craig Federighi verwundert haben, dass es auch eine Linux-Version geben werde.
Die Leistung sei im Benchmark "Geekbench FFT" um das Sechsfache gesteigert worden, sagte Federighi nicht ohne Stolz. Allerdings war die Vorstellung auf Apples Entwicklerkonferenz WWDC ungewöhnlich knapp gehalten – mehr als eine Folie mit Feature-Aufzählungen bekamen die Zuschauer vorerst nicht zu sehen.
Das könnte darauf hinweisen, dass die Portierung von Swift 2.0 auf Linux eine eher kurzfristige Reaktion von Apple darauf ist, dass Microsoft seine Net-Plattform auch für Linux auf den Markt bringen und ebenfalls Open Source machen will. Apple dürfte kaum daran gelegen sein, sich von Microsoft vorführen zu lassen.
Die aufgezählten neuen Funktionen sind unter anderem ein Fehlerbehandlungssystem, das in der ersten Version noch fehlt. Auch die Kompilierzeiten sollen deutlich verkürzt worden sein. Weitere Details will Apple in seiner Entwickler-Session nennen.
Unter welcher Lizenz Apple Swift veröffentlichen will, ist nicht bekannt. Apple hat eine eigene Open-Source-Lizenz (APSL) entwickelt, veröffentlichte aber nach einiger Kritik der Free Software Foundation auch einige Software unter der Apache License, die liberaler ist.
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