Abo
  • Services:

WWDC 2018: iOS 12 ist schneller, achtsam und integriert den Nutzer

Apple hat auf seinem Entwicklerevent WWDC 2018 mit iOS 12 ein neues mobiles Betriebssystem vorgestellt. Es erscheint erst im Herbst 2018, steht Entwicklern aber schon früher zur Verfügung.

Artikel veröffentlicht am ,
iOS 12
iOS 12 (Bild: Apple/ Screenshot:Golem.de)

Apple hat auf dem World Wide Developer Congress die Möglichkeiten von iOS 12 präsentiert. Apple hat besonderen Wert auf Stabilität und Leistung gelegt. Es ist mit den gleichen Geräten kompatibel, auf denen auch schon iOS 11 lief.

Stellenmarkt
  1. T-Systems Multimedia Solutions GmbH, Dresden
  2. Ruhrverband, Essen

Selbst auf dem iPhone 6 Plus ist iOS 12 nach Angaben des Herstellers etwa 40 Prozent schneller als auf dem Vorgänger, und die Tastatur ist ungefähr 50 Prozent schneller zu sehen als bei iOS 11. Auch in anderen Bereichen soll das neue Betriebssystem spürbar schneller geworden sein.

Verbessert wurden auch die Augmented-Reality-Funktionen. Zusammen mit Pixar wurde das Dateiformat USDZ entwickelt. Darin lassen sich AR-Szenen speichern und in anderen Anwendungen nutzen oder mit Nutzern teilen. Auch im Webbrowser lässt sich das Format nutzen, wobei Adobe nicht verriet, ob dies jenseits von Safari möglich ist.

Adobe und Autodesk sowie andere Unternehmen der Branche unterstützen Apples neues Format, um Nachbearbeitungen zu ermöglichen. Nutzer können mit Photoshop beispielsweise AR-Inhalte erzeugen. Auch eine iOS-App von Adobe wurde angekündigt, mit der Bilder, Videos und Text in AR-Szenen übernommen werden können. Apple hat mit Measure eine App vorgestellt, mit der Anwender ihr iPhone oder iPad zum Abmessen von Objekten nutzen können. Die App erkennt rechteckige und dreieckige Formen und misst sie aus.

ARKit 2.0 bietet ein verbesserte Gesichtserkennung, erkennt 3D-Objekte automatisch und bietet Persistenz, so dass die Umgebung wiedererkannt werden kann, in dem der Nutzer beim vorherigen Spiel war. Außerdem können AR-Erlebnisse mit mehreren Nutzern gleichzeitig genutzt werden. So können zum Beispiel Multiplayer-Spiele im AR-Bereich gespielt werden. Lego stellte dazu eine App vor, die mit echten Lego-Objekten interagieren kann. Dabei können zwei Nutzer die gleiche Szene mit ihren iPads betrachten und miteinander spielen.

Die Fotos-App hat Apple mit einer besseren Suche versehen. Mit Suchvorschlägen kann der Nutzer beispielsweise automatisch erkannte Bilder finden, die automatisch in Kategorien eingeteilt wurden. Auch mehrere Suchbegriffe sind nun in Fotos möglich. Die Sharing-Funktion hat ebenfalls eine Vorschlagsfunktion erhalten, damit Nutzer besonders gut gelungene Bilder mit Dritten teilten können. Fotos, auf denen die Empfänger auftauchen, werden bevorzugt. Hat der Empfänger ebenfalls Fotos von einem gemeinsamen Treffen gemacht, wird er gefragt, ob er Bilder des Anwenders mit diesem teilen will.

Siri bietet nun eine Möglichkeit, eigene Suchphrasen hinzuzufügen, die Apps bedienen können. Dabei nutzt Apple die App Workflow, die das Unternehmen übernommen hatte. Sogar die Galerie mit vorgefertigten Funktionen wurde übernommen. Die App Workflow gibt es aber weiterhin separat.

Die Siri-Shortcut-Funktion soll die Sprachsteuerung in Millionen Apps hinzufügen. Das müssen die Entwickler allerdings unterstützen. Siri durchsucht das iPhone außerdem auf Termine, gekaufte Eintrittskarten und ähnliches und bietet dem Nutzer Reaktionsmöglichkeiten an, um beispielsweise eine Nachricht zu verfassen, wenn man sich verspätet.

Die News-App, die in den USA Nachrichten diverser Quellen zusammenfasst, wurde im Hinblick auf Börsen-Nachrichten mit der Aktien-App von Apple verbunden. Die zu den aufgeführten Unternehmen dargestellten News werden von einer Redaktion zusammengestellt. Die Aktien-App läuft nun auch auf dem iPad. Die Voice-Memos-App ist nun ebenfalls für das iPad angepasst worden. Die Bücher-App iBooks heißt jetzt Apple Books, enthält einen neuen Store für E-Books und Hörbücher und hat einen Anschluss an CarPlay erhalten. In CarPlay können nun Navigations-Apps von Drittanbietern genutzt werden. Bisher war hier Apple Maps verfügbar.

iOS 12 erhält eine bessere Do-not-disturb-Funktion, die den Nutzer nachts nicht mehr mit Benachrichtigungen belästigt, wenn er dies nicht will. Lediglich die Uhrzeit wird angezeigt. Nutzer können außerdem die Nicht-Stören-Funktion für eine bestimmte Zeit oder ortsgebunden aktivieren und deaktivieren. Benachrichtigungen lassen sich zudem besser verwalten und nach Apps gruppieren. So wird der Nutzer nicht mehr mit langen Benachrichtungslisten belästigt.

Screen Time erlaubt es Nutzern, ihre App-Nutzung zu messen. Wöchentlich wird dem Anwender in iOS 12 gezeigt, wie er sein iPhone oder iPad genutzt hat. Dabei wird nicht nur eine App-Liste mit einer Stundenzahl gezeigt, sondern auch, wann diese Apps genutzt werden. Außerdem wird die Anzahl der Benachrichtigungen dargestellt, die eine App verschickt. Wer will, kann sich Limits setzen, wie lange eine App am Tag genutzt werden soll. Dies ist vor allem für Kinder gedacht, wobei Eltern die Funktion auch nutzen können, um die Nutzung einzelner Apps von der Dauer und von der Uhrzeit her zu limitieren.

Die Animojis-Bibliothek wird um einen Geist, einen Koala, einen Tiger und einen T-Rex erweitert. Wer will, kann auch von sich selbst ein Animoji erstellen, wobei der Nutzer Geschlecht, Augen- und Hautfarbe, Frisur sowie diverse Accessoires des sogenannten Memoji auswählen kann. Alle Animojis lassen sich auch mit Zungenanimationen versehen.

Die Kamera-App kann Animojis live integrieren. Sie wurde mit neuen Funktionen wie Text und anderen Effekten versehen. So lassen sich verspielte Bilder aufnehmen und mit anderen Nutzern teilen.

Die Video-und Audiokonferenz-App Facetime bietet in iOS 12 nach langer Wartezeit nunmehr Gruppenchats mit bis zu 32 Teilnehmern, wobei aus Platzgründen unten eine Scrollleiste eingeführt werden musste, wenn sehr viele Teilnehmer online sind. Wer spricht, wird automatisch in den Fokus gerückt. Die lustigen Effekte mit Animojis, Stickers und Effekten sind bei iOS 12 auch in Facetime verfügbar. Auf der Apple Watch können Telefonate über Facetime geführt werden.

Das iOS 12 soll im Herbst 2018 erscheinen. Eine Entwickler-Version wird vermutlich nach dem Event erscheinen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 69,90€ + Versand (Vergleichspreis 100,83€ + Versand)
  2. für 50,96€ mit Code: Osterlion19
  3. (aktuell u. a. ADATA XPG GAMMIX D3 DDR4-3200 8 GB für 49,99€ + Versand)

Seizedcheese 07. Jun 2018

Dasselbe berichten auch 5s Nutzer, ist schon ne schöne Sache. Selbiges kann ich auch von...

Helge Bruhn 06. Jun 2018

Für mich sind Alexa & Co. das sinnloseste im IT-Bereich überhaupt. Homeautomation lasse...

Helge Bruhn 06. Jun 2018

Was genau hatte Android davon schon? Kann ich nicht wirklich erkennen :) Davon...

Helge Bruhn 06. Jun 2018

Also zum einen ist die iCloud GERADE aus Datenschutzgründen ideal, sicherer geht es...

Bruce Wayne 06. Jun 2018

Sogar ein sehr starkes. Es gibt auch weiterhin Ersatzteile und du kannst quasi jedes...


Folgen Sie uns
       


Demo gegen Uploadfilter in Berlin - Bericht

Impressionen von der Demonstration am 23. März 2019 gegen die Uploadfilter in Berlin.

Demo gegen Uploadfilter in Berlin - Bericht Video aufrufen
Technologie: Warum Roboter in Japan so beliebt sind
Technologie
Warum Roboter in Japan so beliebt sind

Japaner produzieren nicht nur mehr Roboter als jede andere Nation, sie gehen auch selbstverständlicher mit ihnen um. Das liegt an der besonderen Geschichte und Religion des Inselstaats - und an Astro Boy.
Von Miroslav Stimac

  1. Kreativität Roboterdame Ai-Da soll zeichnen und malen
  2. Automatisierung Roboterhotel entlässt Roboter
  3. Cimon Die ISS bekommt einen sensiblen Kommunikationsroboter

P30 Pro im Kameratest: Huawei baut die vielseitigste Smartphone-Kamera
P30 Pro im Kameratest
Huawei baut die vielseitigste Smartphone-Kamera

Huawei will mit dem P30 Pro seinen Vorsprung vor den Smartphone-Kameras der Konkurrenez ausbauen - und schafft es mit einigen grundlegenden Veränderungen.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huawei-Gründer "Warte auf Medikament von Google gegen Sterblichkeit"
  2. 5G-Ausbau Sicherheitskriterien führen nicht zu Ausschluss von Huawei
  3. Kritik an Eckpunkten Bitkom warnt vor deutschem Alleingang bei 5G-Sicherheit

Jobporträt: Wenn die Software für den Anwalt kurzen Prozess macht
Jobporträt
Wenn die Software für den Anwalt kurzen Prozess macht

IT-Anwalt Christian Solmecke arbeitet an einer eigenen Jura-Software, die sogar automatisch auf Urheberrechtsabmahnungen antworten kann. Dass er sich damit seiner eigenen Arbeit beraubt, glaubt er nicht. Denn die KI des Programms braucht noch Betreuung.
Von Maja Hoock

  1. Struktrurwandel IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen
  2. IT-Jobporträt Spieleprogrammierer "Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"
  3. Recruiting Wenn die KI passende Mitarbeiter findet

    •  /