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Wuhu: Huawei und China Mobile errichten Stargate-Konkurrenz

Huawei und Partner haben 37 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren in der Stadt Wuhu investiert. Es geht um KI für die umliegenden Metropolen.
/ Achim Sawall
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Reisfelder im Kreis Yangxian in Nordwestchina (Bild: german.china.org.cn)
Reisfelder im Kreis Yangxian in Nordwestchina Bild: german.china.org.cn

Huawei wird zusammen mit China Telecom, China Unicom und China Mobile vier riesige KI-Datenzentren auf früheren Reisfeldern auf einer Insel in der chinesischen Stadt Wuhu errichten, die am südlichen Ufer des Flusses Jangtsekiang liegt. Das berichtet die britische Financial Times(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf den Manager eines Zulieferers und eine Mitteilung der lokalen Regierung. Dies sei ein Versuch, "das Stargate Chinas zu bauen" .

Gleichzeitig werden neue KI-Rechenzentren für Inferenz in der Nähe wichtiger Ballungszentren errichtet. Im März stellte die chinesische Regierung einen Plan vor, bestehende Rechenzentren in abgelegenen Regionen im Westen des Landes auf das Training großer Sprachmodelle zu konzentrieren.

US-Embargo gegen China bei KI

Die Rechenzentren von Wuhu werden die Städte Shanghai, Hangzhou, Nanjing und Suzhou im Jangtse-Delta versorgen.

Bisher haben laut einer Mitteilung der lokalen Regierung 15 Unternehmen in der Stadt Rechenzentren errichtet, was einer Gesamtinvestition von umgerechnet 37 Milliarden US-Dollar entspricht.

Staatliche Subventionen decken laut dem Bericht bis 30 Prozent der Beschaffungskosten für KI-Rechen-GPUs ab.

US-Präsident Donald Trump kündigte Anfang 2025 den Start des KI- Rechenzentrumsprojekts für OpenAI mit einem geplanten Investitionsvolumen von mindestens 500 Milliarden US-Dollar über vier Jahre an. Die Hauptakteure sind OpenAI, Softbank, Oracle und MGX, ein Staatsfonds aus Abu Dhabi. Bis zu 20 Rechenzentren sollen für Stargate gebaut werden.

Die USA erließen weitreichende Exportbeschränkungen für KI-Hardware nach China, um den globalen Hauptrivalen zu schwächen. Die Maßnahmen betreffen primär leistungsstarke KI-Chips und Halbleiter-Fertigungsausrüstung. Außerdem verbieten USA unabhängigen ausländischen Konzernen wie TSMC und Samsung, fortschrittliche KI-Chips für chinesische Kunden herzustellen.

Chinesische KI-Rechenzentren mussten bisher auf weniger leistungsstarke Rechen-GPUs zugreifen oder sich fortschrittliche Hardware vom Schwarzmarkt zusammensuchen. In ganz China ist jedoch ein Netzwerk von Zwischenhändlern entstanden, die sich Nvidia-GPUs sichern, deren Export nach China verboten ist, berichtet Insider der Financial Times.


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