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WSL2: Linux-Kernel kommt per Windows-Update

Für das WSL 2 in Windows-Insider-Builds wird der Linux-Kernel nun wie Treiber aktualisiert. Das vereinfacht die Nutzung der Technik.
/ Sebastian Grüner
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Mit dem WSL 2 können Linux-Anwendungen leicht unter Windows genutzt werden. (Bild: Se Mo, flickr.com)
Mit dem WSL 2 können Linux-Anwendungen leicht unter Windows genutzt werden. Bild: Se Mo, flickr.com / CC-BY-SA 2.0

Microsoft hat den Insider Build 19645 von Windows 10 veröffentlicht. Dies kündigte das Unternehmen in seinem Blog an(öffnet im neuen Fenster) . Die damit wohl größte umgesetzte Neuerung ist die Entkoppelung des Linux-Kernels aus dem Windows Subsystem für Linux (WSL) vom restlichen Windows-System-Image. Damit kann der von Microsoft selbst betreute Linux-Kernel des WSL künftig einfach über das Windows-Update gepflegt werden, statt wie bisher über Windows-System-Upgrades.

Entsprechende Pläne kündigte das zuständige Team von Microsoft bereits vor einigen Monaten an . Der Kernel wird damit nun ähnlich behandelt wie Treiber-Updates in Windows 10, die ebenfalls unabhängig vom Rest des Betriebssystems kontinuierlich Updates erhalten können. Ähnliches gilt seit längerem auch für den neuen Edge-Browser und einige weitere Komponenten.

Der Vorteil dieses Ansatzes ist, dass schneller auf entsprechende Probleme reagiert werden kann. Das ist insbesondere bei schwerwiegenderen Hindernissen von Vorteil, die unter Umständen nur wenige Nutzer betreffen. Die Architektur des WSL 2 mit einem eigenen Linux-Kernel, der virtualisiert und von Microsoft gepflegt wird, ermöglicht es dem Team nun wohl auch vergleichsweise einfach, eben diese Updates umzusetzen.

Standardmäßig verfügbar ist das WSL2 mit dem Mai-Update 2020 von Windows 10. Die Pflege des Linux-Kernels über das Windows-Update sollte nach erfolgreichen Tests in den Insider-Builds bald für die stabilen Versionen folgen.

Mit dem aktuellen Insider-Build führte Microsoft außerdem den Support Nested Virtualization auf AMD-Hardware ein. Damit lässt sich Hyper-V auch wieder in Hyper-V-Gästen nutzen. Hilfreich ist das etwa für verschiedene Emulatoren. Das Team behob darüber hinaus wie üblich eine Reihe von Fehlern.


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