WSL mit genialen Ideen und manchen Verrenkungen

Im konkreten Fall von WSLg, so der offizielle Name des Open-Source-Projekts zur GUI-Unterstützung, setzt Microsoft auf einen eigenen Container. In diesem läuft die hauseigene Linux-Distribution CBL-Mariner, die Microsoft für das WSLg um einige notwendige Software erweitert hat. Dieser sogenannte System-Container läuft damit unabhängig von der eigentlich ausgewählten WSL-Distribution und Microsoft ist in der Lage, die Software dafür selbst zu pflegen.

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In dem System-Container laufen ein eigener kleiner Daemon, sowie ein Pulse-Audio-Server für die Audioübertragung und eine speziell angepasste Variante des Wayland-Compositors Weston. Für die Abwärtskompatibilität zu X11 sorgt wie üblich XWayland. Die Kommunikation zwischen der WSL-Distribution und dem System-Container läuft über übliche Unix-Sockets, die Übertragung von Grafik- und Audiodaten an Windows über RDP.

Für die Darstellung in Windows 11 sorgt letztlich ein RDP-Client mit speziellem Support für das WSL. Sowohl Grafik als auch Sound laufen bei uns flüssig, und selbst Youtube-Videos können wir so mit dem WSL ruckelfrei anschauen.

GPU-Beschleunigung mit Einschränkungen

In den meisten unserer Tests funktioniert der GUI-Support weitgehend reibungslos. Microsoft selbst bewirbt in Beispielvideos hier sogar die Nutzung von Visual Studio Code oder anderen ähnlich komplexen Anwendungen. Über eine weitere Eigenentwicklung ist darüber hinaus sogar eine Hardware-Beschleunigung im WSL nutzbar.

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Notwendig ist dazu die Paravirtualisierung der GPU unter Hyper-V, was durch Grafikkarte und Treiber unterstützt werden muss. Mit einem eigens erstellten Linux-Kernel-Treiber reicht Microsoft so das DirectX-12-API von Windows einfach an Linux weiter. Noch ist der Treiber jedoch nicht im Hauptzweig des Linux-Kernel zu finden. Außerdem nutzt der Hersteller dann einen Mesa-Treiber, der OpenGL auf DirectX 12 umsetzt. Letzteren nutzt Microsoft auch produktiv in Windows, um OpenGL und OpenCL auf Systemen bereitzustellen, deren GPU-Treiber selbst nur DirectX 12 unterstützen.

Windows Subsystem for Linux 2 (WSL 2) Tips, Tricks, and Techniques: Maximise productivity of your Windows 10 development machine with custom workflows and configurations

Im Praxistest zeigt sich jedoch, dass die Hardware-Beschleunigung unter Umständen noch einige Fehler aufweist, was auch einfach am eingesetzten Grafiktreiber liegen kann. Mit einer von uns genutzten AMD Radeon RX 6800 zeigen uns etwa die Mesa-Werkzeuge oder auch der Firefox zwar die OpenGL-Unterstützung an. Bei fordernden Anwendungen wie etwa Blender bekommen wir aber nur einen Absturzbericht, der auf den AMD-Treiber verweist.

Zusätzlich zur klassischen 3D-Beschleunigung unterstützt Microsoft mit DirectML in WSL die Arbeiten für Machine Learning. Selbst Nvidias Cuda wird unterstützt. Aber auch hier können unter Umständen noch Probleme, wie eben Abstürze, auftreten.

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 WSL 2 in Windows 11: Von der Hassliebe zur fast perfekten Windows-Linux-SymbioseNative Linux-Dateisysteme und wenig Einsichten unter Windows 
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Vögelchen 30. Okt 2021

Und ich kann mein E-Auto an der Lichtmaschine eines Benzinautos laden und mich freuen...

sambache 27. Okt 2021

Eigentlich benötigt man Windows Server nur für Exchange, und das ist eher ein groteskes...

sambache 27. Okt 2021

IntelliJ ist besser RabbitCVS http://rabbitvcs.org/ (git, svn, ...) Übrigens : Profis...

JE 24. Okt 2021

Das geht ja auch in beide Richtungen- mithilfe von wine und proton funktionieren viele...



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