WRC-15: Frequenzen für Antennen-TV nur bis 2023 gesichert

DVB-T2 startet erst 2017 im Regelbetrieb. Ab 2023 will die ITU-Weltfunkkonferenz die Frequenznutzung im gesamten UHF-Band von 470 bis 960 MHz "ergebnisoffen überprüfen".

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WRC-15 in Genf
WRC-15 in Genf (Bild: WRC-15)

Das Frequenzband im Bereich 470 bis 694 MHz ist nur bis zum Jahr 2023 für terrestrischen Rundfunk gesichert. Das haben Vertreter von rund 150 Regierungen auf der ITU-Weltfunkkonferenz (WRC-15) in Genf festgelegt, die am 27. November 2015 zu Ende ging. Die Entscheidung bezieht sich auf die ITU-Region 1, die Europa, Afrika, den Nahen Osten und Zentralasien umfasst.

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Die Versammlung einigte sich nach Angaben des Instituts für Rundfunktechnik darauf, auf der WRC-23 im Jahr 2023 die Frequenznutzung im gesamten UHF-Band (Ultra-High-Frequency) von 470 bis 960 MHz "ergebnisoffen zu überprüfen".

Eine Mehrheit der teilnehmenden Funkverwaltungen habe sich auch für die Zeit nach 2023 zu einer weiteren Nutzung des Bandes durch den terrestrischen Rundfunk ausgesprochen. Das Spektrum solle weiterhin für Rundfunkdienste wie das digitale Antennenfernsehen - also DVB-T und künftig DVB-T2 - sowie für drahtlose Produktionsfunksysteme erhalten bleiben.

Media Broadcast sieht Antennenfernsehen gestärkt

Das Betreiberunternehmen Media Broadcast bewertete dies als wichtige Grundlage für den neuen Standard DVB-T2. Das UHF-Band (470 bis 694 MHz) ist nach der Umverteilung des 700-MHz-Bandes (Digitale Dividende II) der einzige Frequenzbereich in Deutschland zur Verbreitung des digitalen Antennenfernsehens. Die bisher von DVB-T genutzten Frequenzen zwischen 698 und 786 MHz müssen für mobiles Breitband geräumt werden, was als Digitale Dividende II bezeichnet wurde. Media-Broadcast-Vertreter nahmen als Mitglieder der deutschen Delegation an der WRC-15 teil. "Wir begrüßen das Ergebnis der WRC-15, das die Rolle des Antennenfernsehens nachdrücklich stärkt", erklärte Michael Moskob, Leiter Regulierung, Public Affairs und Kommunikation bei Media Broadcast.

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Im zweiten Quartal 2016 beginnt die Einführungsphase von DVB-T2 in Deutschland, das das Kompressionsverfahren HEVC einsetzt und HD mit 1080p bietet. Zuerst ist ein Angebot von voraussichtlich sechs HD-Programmen geplant, die in mehreren Ballungszentren ausgestrahlt werden sollen. Für das erste Quartal 2017 ist der Start des Regelbetriebs mit rund 40 öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Programmen angekündigt.

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