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Wowwee REV im Test: Boxkampf auf vier Rädern

Unkomplizierte Kämpfe mit ferngesteuerten Autos ohne feste Strecken auch gegen Computergegner verspricht REV. Wir wollten wissen, ob es besser als Anki Overdrive ist.

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Die beiden Fahrzeige des REV-Sets
Die beiden Fahrzeige des REV-Sets (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Mit REV (Robotic Enhanced Vehicles) wird das ganze Wohnzimmer zur Autokampf-Arena. Der Spieler steuert per Android- oder iOS-Smartphone oder -Tablet sein Auto und versucht, das gegnerische Auto abzuschießen. Das zweite Fahrzeug wird entweder von einem menschlichen Spieler oder einer künstlichen Intelligenz gesteuert. Regeln gibt es nicht, und Grenzen setzen nur die Zimmerwand oder das ungünstig platzierte Sofa. Trotz eines vergleichbaren Grundkonzepts unterscheidet sich REV vom Hersteller Wowwee in vielerlei Hinsicht von Anki Overdrive - im Guten wie im Schlechten, wie wir im Test herausgefunden haben.

Anschalten und losfahren

Inhalt:
  1. Wowwee REV im Test: Boxkampf auf vier Rädern
  2. Der Kampf erinnert an einen schlechten Boxkampf
  3. Bastelfreundliche Konstruktion

Das REV-Set besteht aus zwei gleichen Fahrzeugen, die sich nur in der Farbgebung unterscheiden. Die Autos sind circa 20 x 10 cm groß. Bevor wir losfahren können, müssen wir noch vier AA-Batterien einlegen - die nicht beiliegen - und schieben den mechanischen Einschalter auf On. Sofort blinkt eine LED in bunten Farben und aus einem kleinen Lautsprecher am Boden faucht uns das Auto etwas blechern an. Es wird dann einfach auf dem Fußboden aufgesetzt.

Als wir die kostenlose App starten, sucht sie automatisch nach einem Auto. Unser Fahrzeug wird auch prompt gefunden. Daraufhin landen wir in einer einfachen Bedienoberfläche: Per virtuellem Joystick auf der linken Seite können wir vorwärts oder rückwärts fahren, der virtuelle Joystick rechts steuert das Auto nach links und rechts. Ein mittiger Button löst unsere primäre Bordwaffe aus.

So drehen wir unsere ersten Runden durch die Wohnung und weichen mal mehr, mal weniger geschickt Stuhlbeinen und unerwartet herumstehenden Regalen aus. Das Auto beschleunigt recht schnell. Wer nur über wenig Platz verfügt, fährt das Auto schnell gegen die Wand - Sensoren zur Hinderniserkennung fehlen. Sechs oder sieben Quadratmeter freie Bodenfläche sollten also mindestens zur Verfügung stehen. Durch die Steuerung mit Hilfe zweier Motoren können Wendemanöver auf der Stelle erfolgen. Ob Teppich, Küchenfliesen oder Holzdielen - beim Fahrverhalten macht das kaum einen Unterschied. Nur auf hochflorigem Teppich gibt es erwartungsgemäß Probleme, es fehlt den Fahrzeugen an Bodenfreiheit.

  • Die beiden Autos stecken im REV-Set (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Autos erkennen sich über Infrarotsender und -empfänger an allen Seiten. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Autos erkennen sich über Infrarotsender und -empfänger an allen Seiten. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die App bietet sowohl einen freien Kampfmodus als auch einen Karrieremodus. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Bessere Waffen und Upgrades können erspielt werden. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Bessere Waffen und Upgrades können erspielt werden. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Wer mit der Steuerung Schwierigkeiten hat, kann an der Empfindlichkeit drehen. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Gesteuert wird die Geschwindigkeit und die Fahrtrichtung mit einem einzelnen virtuellen Joystick... (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • .. oder zwei. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Nachdem ein paar Schrauben gelöst wurde, lässt sich das Auto leicht auseinandernehmen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Platine ist es zwar gedrängt, aber die einzelnen Teile sind leicht zu identifizieren. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Herzstück ist ein populärer Mikrocontroller mit integriertem Bluetooth-Sender. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Die beiden Autos stecken im REV-Set (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Nicht jedes Smartphone ist geeignet

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Allerdings bemerken wir zwei Probleme während unserer ersten Fahrübungen. Zum einen benötigen wir für die Steuerung eigentlich drei Daumen. So müssen wir praktisch jedes Mal stehen bleiben, um auf den mittigen Feuerbutton zu drücken. Allerdings können wir in den Einstellungen auf einen anderen Modus wechseln, um mit dem linken Joystick Gas zu geben und zu lenken. Der Feuerbutton landet so rechts. Jetzt können wir gleichzeitig fahren und feuern.

Wirklich frustrierend wirkt sich ein anderes Problem aus: Sporadisch scheint unter Android die Bluetooth-Low-Energy-Verbindung zum Auto abzubrechen. Dann bleibt das Auto stehen und es werden keine Steuerungsanweisungen mehr ausgeführt. Allerdings gehen diese nicht verloren, sondern werden ausgeführt, wenn die Verbindung wieder steht. Dann wirkt das Auto wie von Geisterhand gesteuert.

Wir erinnerten uns daran, dass Anki Overdrive nur wenige Android-Smartphones unterstützt und wechseln das Smartphone. Und tatsächlich: Als wir das gleiche Android-Gerät wie zum Anki-Test benutzen, tritt das Problem nicht mehr auf. Die Reichweite der Bluetooth-Low-Energy-Verbindung stellt kein Problem dar - in einer Wohnung gerät das Auto eher aus der Sicht als aus der Senderreichweite.

Der Kampf erinnert an einen schlechten Boxkampf 
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Technikfreak 23. Nov 2015

warum sollte man sich mit weniger als der Realität begnügen :-) ist doch alles nur ein...

Kondratieff 13. Nov 2015

Vielen Dank für die Antwort! Ohne Rückmeldung, wer einen überhaupt getroffen hat, ist...


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