Woven Planet: Toyotas Softwaretochter verursacht massive Probleme
Die schlechte Performance von Toyotas Softwaretochter Woven Planet(öffnet im neuen Fenster) und die langsamen Fortschritte in der Entwicklung haben Toyota dazu veranlasst, seine Ambitionen zurückzuschrauben und den Kurs zu ändern. Das berichtete das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster).
Toyota hatte die Vision, dass die Software Arene von Woven Planet zum Industriestandard werde und drahtlose Upgrades und Funktionen in der gesamten Fahrzeugproduktpalette ermögliche. Da sich die Entwicklung jedoch verzögerte, verschob der Hersteller seine Pläne für eine vollständige Einführung auf frühestens 2026.
2021 hatte Lyft seine Sparte für automatisiertes Fahren an Toyota verkauft.
Das Unternehmen stellte auch die Ziele für sein Testgelände Woven City in der Nähe des Fuji zurück. Toyota wollte, dass die Stadt bereits jetzt autonome Autos und intelligente Häuser teste und auf einer Wasserstoffwirtschaft basiere. Die Bauarbeiten sind jedoch noch im Gange, und es ist unwahrscheinlich, dass die Stadt vor 2024 bewohnt wird.
Die Herausforderungen der Softwareeinheit zeigten, wie schwierig es für traditionelle Autohersteller sein könne, neue technologische Fähigkeiten zu erwerben, bilanzierte das Wall Street Journal. Toyota habe Know-how in den Bereichen Software, Konnektivität und Autonomie erwerben wollen. Aber es habe sich als problematisch erwiesen, die Agilität des Silicon Valley mit der starren Planung eines 86 Jahre alten Autoherstellers zu verbinden.
Fristen verpasst
Der ehemalige CEO von Woven Planet, James Kuffner, gab zu, er habe Fristen versäumt, bevor er vor kurzem seinen Posten verließ. Der Amerikaner war wegen seines technischen Know-hows eingestellt worden.
Toyota führte Woven Planet nun näher an das Unternehmen heran. Die Abteilung wurde in Woven by Toyota umbenannt und wird von Managern aus dem Automobilbereich geleitet. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Funktionen für die kommenden Elektrofahrzeuge des Herstellers.
Ähnliche Schwierigkeiten hat auch Volkswagen mit seiner Softwarefirma Cariad, die ebenfalls Fristen versäumte, Software für die nächste Fahrzeuggeneration zu entwickeln. Deshalb mussten sogar Marktstarts verschoben werden.
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