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Mozilla entzieht Wosign und Startcom offiziell das Vertrauen.
Mozilla entzieht Wosign und Startcom offiziell das Vertrauen. (Bild: Wosign)

Wosign und Startcom: Mozilla veröffentlicht Details des TLS-Rauswurfs

Mozilla entzieht Wosign und Startcom offiziell das Vertrauen.
Mozilla entzieht Wosign und Startcom offiziell das Vertrauen. (Bild: Wosign)

Mozillas Firefox-Browser wird keine TLS-Zertifikate der beiden skandalträchtigen Certificate Authorities mehr akzeptieren. Wie dies genau umgesetzt wird, hat die Stiftung nun erläutert.

Nach langer Diskussion ist es offiziell entschieden. Firefox wird ab Version 51 keine TLS-Zertifkate mehr akzeptieren, die von den chinesischen Certificate Authorities Wosign oder Startcom signiert wurden. Der Release von Firefox 51 ist für den 24. Januar 2017 geplant. Mozilla setzt damit den vor wenigen Wochen gefassten Plan um, den auch interne Korrekturen bei Wosign nicht mehr verhindern konnten.

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In einem Blogeintrag erläutert Mozilla, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen. So wird der Firefox-Browser allen Wosign- und Startcom-Zertifikaten misstrauen, die nach dem 21. Oktober 2016 signiert wurden. Dabei will Mozilla nach eigenen Angaben sehr genau darauf achten, dass es nicht wieder zu Falschdatierungen durch die CA kommt. Die bisher fälschlich rückdatierten SHA-1-Zertifikate, die die Affäre überhaupt erst ans Licht brachten, sollen zudem zu Mozillas eigener Zertifikate-Blacklist OneCRL hinzugefügt werden.

Vertrauen weg, Geschäft weg?

Die Auswirkungen auf die betroffenen Unternehmen könnten erheblich sein. Apple hatte sich bereits Ende September von Wosign losgesagt. Die Produkte des Unternehmens vertrauen seit den letzten Sicherheitsupdates den TLS-Zertifikaten der CA nicht mehr. Auch über eine Reaktion von Google wird seit längerem spekuliert. Sollte der Macher des Chrome-Browsers Wosign und Startcom ebenfalls das Vertrauen entziehen, werden die Anwendungsbereiche für deren Zertifikate rar: Firefox, Safari und Chrome beherrschen zusammen aktuell fast 84 Prozent des weltweiten Browsermarktes.

Hintergrund des Rauswurfs sind von Wosign künstlich rückdatierte TLS-Zertifikate, die entgegen der Vorgaben die nicht mehr als sicher geltende Hashfunktion SHA-1 nutzten. So konnte Wosign das End-of-Life-Datum von SHA-1 verzögern. Wosign und Startcom wurde zudem vorgeworfen, die Übernahme von Startcom durch Wosign verheimlicht zu haben. Mittlerweile sollen beide Unternehmen jedenfalls zum Teil gemeinsame Infrastruktur benutzen.

Mozilla behält sich nach eigenen Angaben explizit weitere Maßnahmen gegen Wosign und Startcom vor, sollten diese notwendig werden.


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