WorldWideWeb Rebuild: Surfen wie 1989
Die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) hat zum 30. Geburtstag des World Wide Web Tim Berners-Lees Webbrowser WorldWideWeb(öffnet im neuen Fenster) als Browserversion(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. Damit können Nutzer nachvollziehen, wie es sich 1990 angefühlt hat, im WWW zu surfen.
WorldWideWeb wurde im Herbst 1990 auf einem NeXT-Rechner geschrieben, was auch Grund für seine damals eher geringe Verbreitung war – das Programm lief nur auf NeXT-Maschinen. In fast 30 Jahren ist viel passiert, das wird direkt bei der ersten Nutzung des alten Webbrowsers ersichtlich.
Begrüßt wird der Nutzer von einem nüchternen, schwarz-weißen Startbildschirm, der generelle Informationen zur Benutzung des WWW anbietet. Eine Webseite lässt sich ähnlich wie heutzutage öffnen: Wir müssen die Adresse samt http:// in eine Adresszeile eingeben.
Benutzung erinnert an Textverarbeitungsprogramm
Diese befindet sich allerdings nicht wie heute direkt sichtbar am Rand des Fensters. Stattdessen müssen wir die Seite wie ein Dokument in einem Textbearbeitungsprogramm öffnen. Über "Open from full document reference" öffnet sich ein Eingabefenster, in das wir unsere Adresse eintippen können.
WorldWideWeb beherrscht keine Bilddarstellung, entsprechend nüchtern wirkt die Homepage von Golem.de. Die Informationen sind aber alle da. Gewöhnungsbedürftig ist, dass Links doppelt angeklickt werden müssen – im Gegensatz zu den heutigen Browsern, bei denen ein einzelner Klick ausreicht.
Zu WorldWideWeb hat das Cern auch eine Webseite mit Hintergrundinformationen(öffnet im neuen Fenster) und Tipps zur Nutzung veröffentlicht. Hier gibt es unter anderem Details zu den Entwicklungen im Bereich des WWW in den vergangenen 30 Jahren.
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