Worldkit: Geste ruft Nutzeroberfläche auf

Mit einer Handbewegung sollen Nutzer künftig jede beliebige Oberfläche zu einem Touchscreen machen. Die Technik dazu soll künftig in der Glühlampe untergebracht werden.

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Worldkit: Bedienelemente mit Gesten aufrufen
Worldkit: Bedienelemente mit Gesten aufrufen (Bild: Carnegie Mellon University)

Statt nach der Fernbedienung zu suchen, soll sich der Nutzer in Zukunft einfach eine auf die Armlehne des Sofas projizieren lassen. Oder er öffnet mit einer Geste seinen Kalender an der Wand, stellen sich die Wissenschaftler von der Carnegie-Mellon-Universität in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania vor.

  • Robert Xiao hat Bedienelemente an die Wand projiziert. (Foto: Carnegie Mellon University)
  • Lautstärke auf der Armlehne der Sofas regeln, Nachrichtenangebot auf dem Tisch aufrufen (Foto: Carnegie Mellon University)
Robert Xiao hat Bedienelemente an die Wand projiziert. (Foto: Carnegie Mellon University)
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Worldkit nennen die Forscher um Robert Xiao das System. Es besteht aus einer Kamera und einem Projektor, die unter der Decke aufgehängt sind. Der Beamer projiziert die Oberfläche auf ein Möbel oder die Wand. Die Kamera erfasst die Gesten, mit der eine Nutzeroberfläche aufgerufen wird, sowie die Eingaben.

Schaltflächen nachladen

Eine solche Bedienoberfläche kann zudem verändert werden: Der Nutzer kann beispielsweise Elemente wie Schaltfläche oder Eingabefelder nachladen, er kann die ganze Oberfläche verschieben und wieder verschwinden lassen - das soll alles mit Gesten geschehen. Das System muss nach Angaben der Wissenschaftler nicht kalibriert werden, sondern ist sofort einsatzbereit. Das Interface soll zudem automatisch nach der Oberfläche, auf die es projiziert wird, ausgerichtet werden.

Dabei soll es aber nicht bleiben. "Tiefensensoren werden immer besser, die Projektoren immer kleiner", sagt Xiao. "Wir stellen uns eine interaktive 'Glühlampe' vor - ein Miniaturgerät, das in eine normale Lampenfassung geschraubt wird und das dorthin gerichtet oder bewegt wird, wo ein Interface benötigt wird".

Vorgänger Omnitouch

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Zu Xiaos Team gehört auch Chris Harrison, der 2011 das System Omnitouch vorgestellt hatte. Ziel dieses Projektes war ebenfalls, aus einer beliebigen Oberfläche einen Touchscreen zu machen. Omnitouch ist aber nicht fest in einem Raum installiert, sondern mobil: Es besteht aus einem Pico-Projektor und einer Kamera, die auf der Schulter des Nutzers befestigt sind.

Xiao und seine Kollegen wollen Worldkit auf der Conference on Human Factors in Computing Systems vorstellen. Die findet vom 27. April bis 2. Mai 2013 in Paris statt.

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Paykz0r 27. Apr 2013

*zustimm* aber um bei der glühbirne zu bleiben: die wurde auch 2x parallel erfunden...



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