World of Warcraft: "Wir haben die Spieler manuell durch Azeroth teleportiert"

Seit 16 Jahren laufen die Server von World of Warcraft. Nun haben die Entwickler über Gilden, Warteschlangen und dreifache Savegames gesprochen.

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Artwork von World of Warcraft
Artwork von World of Warcraft (Bild: Blizzard)

Kriegsgeschichten aus Azeroth? Dabei denken Joseph Cochran und Kurtis McCathern nicht an den ewigen Kampf zwischen Horde und Allianz in World of Warcraft. Die beiden sind zwar selbst Spieler des MMORPGs, vor allem aber sind sie als Software Engineers unter anderem für die Server zuständig und haben immer wieder selbst Code beigesteuert.

Inhalt:
  1. World of Warcraft: "Wir haben die Spieler manuell durch Azeroth teleportiert"
  2. Die dreifach gesicherten Erfolge von Wrath of the Lich King

Auf der Game Developers Conference (GDC) 2021 haben Cochran und McCathern in einem gemeinsamen Vortrag mit dem Titel War Stories from Azeroth über ein paar der besonderen Schwierigkeiten mit den WoW-Servern aus den letzten rund 16 Jahren berichtet. Es ging darum, welche Probleme es gab, wie sie gelöst wurden und was die Entwicklerteams bei Blizzard langfristig daraus gelernt haben.

"World of Warcraft hat damals einen signifikanten Teil des gesamten Internet-Traffics verursacht", erinnert sich Kurtis McCathern an die Anfangszeit. Allerdings habe das auch daran gelegen, dass es damals keine Streamingangebote gab. Diese haben das allgemeine Datenvolumen erst später in die Höhe schießen lassen.

Andrang an den Toren von Ahn'Qiraj

Der erste Fall, über den McCathern spricht, betrifft das Öffnen der Tore von Ahn'Qiraj im Jahr 2006. Das war ein serverweites Weltereignis, bei dem die Spieler von Horde und Allianz in mehreren Phasen unter anderem Ressourcen sammeln sollten, bevor es zu einem längeren Kampf gegen computergesteuerte Monster kam.

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Das Problem: "Jeder Spieler wollte das Event sehen", erinnert sich Kurtis McCathern - "und damals gab es noch kein Twitch". Also standen relativ viele Spieler in relativ vielen kleinen Gebieten beieinander. Die Server waren von den Massen an Änderungen im Game State überfordert - und die Entwickler hatten noch nicht die Option, mehrere Kopien der Welt zu starten oder die Interaktionsdistanz zu erhöhen.

Eine Lösung von Blizzard: "Wir haben die Spieler manuell durch Azeroth teleportiert", um Zusammenballungen von Avataren zu vermeiden. Dann habe das Team versucht, die weiteren möglicherweise kritischen Ereignisse auf Zeiten wie Mitternacht oder den Nachmittag zu legen, wenn wenigstens etwas weniger Spieler online waren.

"Alle späteren neuen Inhalte haben wir grundsätzlich örtlich und zeitlich gestreckt", sagt Kurtis McCathern. Für die Neuauflage von World of Warcraft Classic und Burning Crusade verfügt das Team über Tools, die Probleme mit Hotspots schon im Vorfeld erkennen.

Das nächste angesprochene Großereignis war die Veröffentlichung der Erweiterung Warlords of Draenor im Jahr 2014. Dabei kam es zu massiven Schwierigkeiten, unter anderem mussten die Spieler zeitweise einen ganzen Tag in der Warteschlage verbringen, bis sie endlich loslegen konnten.

In den Startgebieten war zu viel los

Ursache waren laut McCathern vor allem die überlasteten Startgebiete. Das Entwicklerteam habe zwar von den Engpässen in der früheren Erweiterung Mists of Pandaria gelernt, aber offenbar nicht genug: "Es kam eben doch zu Staus, etwa vor einer Sanduhr - durch die mussten Mitglieder der Horde schauen." Auf Seiten der Allianz haben die ersten Sessions länger gedauert als erwartet, dazu kamen aber auch schlicht Bugs.

Eine Lösung war Sharding, also - vereinfacht gesagt - eine Aufteilung der Datenbank auf mehrere kleinere Realms, sowie eine kurzfristige Erweiterung des Hauptspeichers. Eine andere Lösung war, dass die Entwickler gezielt so viele engagierte Spieler wie möglich im persönlichen Gespräch baten, erst ein paar Tage später loszulegen - was diese dann auch gerne gemacht hätten, erzählt McCathern.

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Die dreifach gesicherten Erfolge von Wrath of the Lich King 
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Bluejanis 25. Jul 2021 / Themenstart

Bei 10k Logins sicher nicht!

Wakarimasen 25. Jul 2021 / Themenstart

Naja das hat alles damit angefangen das Blizzard mit Activision verschmolzen ist. Damals...

twothe 23. Jul 2021 / Themenstart

Beim 2. mal Ahn'Qiraj hat Blizzard übrigens ein sehr pragmatischen Weg gewählt und...

alpinlol 23. Jul 2021 / Themenstart

besagtes Tool sollte solche Situationen erkennen? Komisch wieso wurde mit dem letzten BC...

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