Abo
  • IT-Karriere:

World of Warcraft: DirectX 12 läuft auf älteren CPUs schneller

Blizzard hat World of Warcraft mit der Direct3D-12-Schnittstelle aktualisiert: Mit AMD-Grafikkarten und älteren CPUs verbessert sich die Performance. Entscheidungen wie die gestiegenen Systemanforderungen oder der fehlende exklusive Vollbild-Modus verärgern dafür einige Nutzer.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Wir fliegen über Stormwind hinweg.
Wir fliegen über Stormwind hinweg. (Bild: Blizzard/Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)

Das Update v8.0 für World of Warcraft bereitet den MMO-Klassiker nicht nur auf die kommende Erweiterung namens Battle For Azeroth vor, sondern überarbeitet auch die Engine des Spiels: Erstmals seit 2011 hat Entwickler Blizzard eine neue Grafikschnittstelle integriert. Wir haben ausprobiert, was diese ändert - gerade mit Blick auf die Leistung auf schon älteren oder langsameren Systemen.

Stellenmarkt
  1. ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Fürstenfeldbruck
  2. Fahrlehrerversicherung VaG, Stuttgart

Vorab sei gesagt, dass mit Battle For Azeroth und dem Update v8.0 die Systemanforderungen steigen. Blizzard rät zu einer leicht schnelleren CPU und erstmals 8 GByte RAM sowie einer Geforce GTX 960 statt einer Geforce GTX 750 Ti als Grafikkarte. Blizzard argumentiert, dass der Engine-Umbau zur Nutzung neuerer Technologie unumgänglich gewesen sei. Obendrein erfordert WoW nun zwingend ein 64-Bit-Betriebssystem ab Windows 7 mit SP1.

Im Grafikmenü fällt uns auf, dass der exklusive Vollbild-Modus gestrichen wurde, stattdessen gibt es einzig Vollbild als rahmenloses Fenster. Das ist nützlich, wenn während des Spielens auf den Desktop getabbt wird um etwa den Browser zu nutzen. Der Fenstermodus funktioniert überdies mit Vsync und Triple-Buffering sowie mit Freesync oder G-Sync. Von der Leistung her ist es auf halbwegs aktueller Hardware egal ob Fenster oder Vollbild, auf (sehr) alten Systemen kann die Bildrate jedoch durch diese Entscheidung geringer ausfallen. Der generelle Tenor ist negativ, vielen Spielern missfallen die gestiegenen Anforderungen, wie die offiziellen Foren zeigen.

Neu unter Windows 10 ist die D3D12-Schnittstelle, das D3D11-API gibt es weiterhin als Alternative oder als einzige Wahl unter Windows 7/8.1 und D3D9 wurde generell gestrichen. Das bedeutet, dass wirklich alte Grafikkarten ohne Shader Model 5 nicht mehr kompatibel sind - beispielsweise eine Geforce 8800 GT oder Radeon HD 3850 von Ende 2007. Optisch gibt es zwischen den Schnittstellen keine Unterschiede, auch wenn in Foren teils das Gegenteil behauptet wird. WoW setzt mit großen Patches die Grafikeinstellungen zurück, was ergo anders aussieht als die gewohnte Qualität.

Wir haben auf zwei Systemen geprüft, ob D3D12 schneller oder langsamer läuft als D3D11: Als ältere Basis kommt ein FX-6300 von 2012 zum Einsatz, als moderne ein Ryzen 7 2700X. Beide Rechner bestückten wir mit einer Geforce GTX 1050 Ti und einer Radeon RX 580, also aktuellen Mittelklasse-Modellen. Als Benchmark-Szene verwenden wir einen Flug über Stormwind, die Hauptstadt der Menschen. Gerne hätten wir Raids vermessen, da diese CPU-lastiger sind. Mangels Reproduzierbarkeit ist das aber nicht möglich.

  • Win10 x6 v1803, GF 398.36, RS 18.7.1; 2x 8 GByte DDR3/DDR4
Win10 x6 v1803, GF 398.36, RS 18.7.1; 2x 8 GByte DDR3/DDR4

Getestet wurde in 1080p mit Ultra-Details und FXAA High, in höheren Auflösungen schrumpfen die Abstände zwischen den Grafikschnittstellen auf ein Minimum zusammen. Zumindest in unserem Szenario profitieren die AMD- und die Nvidia-Grafikkarte leicht durch die D3D12-Schnittstelle, wenn sie mit dem Bulldozer-Chip kombiniert werden. Auf dem neueren Zen-Prozessor hingegen ist die Bildrate unter beiden APIs im Rahmen der Messungenauigkeit gleich. Mit einer Radeon RX Vega 64 und einem Ryzen 5 2600X wiederum legt WoW unter D3D12 sogar um über 20 Prozent zu. Eine Geforce GTX 1080 allerdings wird langsamer, wohl deshalb empfiehlt Blizzard hier D3D11.

Fazit

Die neue D3D12-Grafikschnittstelle hilft bei Systemen mit schwacher CPU und einer AMD- oder Nvidia-Karte, eine höhere Bildrate zu erzielen, wenn der Prozessor limitiert. Das ist in großen Städten oder in Raids der Fall, weshalb wir auf entsprechenden Systemen empfehlen, auf D3D12 zu setzen. Einzig Geforce-Nutzer mit schneller CPU im Grafiklimit sollten D3D11 verwenden, was aber für die meisten Spiele ratsam ist.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,99€
  2. 44,99€
  3. (-78%) 11,00€
  4. 4,19€

ms (Golem.de) 21. Jul 2018

Bringt nur was wenn du identisch fliegst.

ms (Golem.de) 21. Jul 2018

In dem Fall ist ein (kostenloses) Upgrade des OS ggf sinnvoll.

ms (Golem.de) 20. Jul 2018

Ich weiß nicht, woran es im Detail liegt.

Thaodan 20. Jul 2018

Das ich nicht zwei Grafikpfade warten muss ist kein Vorteil? Metal war auch ein komplett...

Anonymer Nutzer 20. Jul 2018

Ich mein einer der Hauptoptmierungen/Unterschiede von NVIDIAs Dx11 implementierung ist...


Folgen Sie uns
       


Philips Hue Play HDMI Sync Box angesehen

Die Philips Hue Play HDMI Sync Box ist ein HDMI-Splitter, über den Hue Sync verwendet werden kann. Im ersten Kurztest funktioniert das neue Gerät gut.

Philips Hue Play HDMI Sync Box angesehen Video aufrufen
E-Auto: Byton zeigt die Produktionsversion des M-Byte
E-Auto
Byton zeigt die Produktionsversion des M-Byte

IAA 2019 Die Premiere von Byton in Frankfurt ist überraschend. Da der M-Byte im kommenden Jahr in China startet, ist die Vorstellung des produktionsreifen Elektroautos in Deutschland etwas Besonderes.
Ein Bericht von Dirk Kunde


    Party like it's 1999: Die 510 letzten Tage von Sega
    Party like it's 1999
    Die 510 letzten Tage von Sega

    Golem retro_ Am 9.9.1999 kam in den USA mit der Sega Dreamcast die letzte Spielkonsole der 90er Jahre auf den Markt. Es sollte auch die letzte Spielkonsole von Sega werden. Aber das wusste zu diesem Zeitpunkt noch niemand.
    Von Martin Wolf


      Dick Pics: Penis oder kein Penis?
      Dick Pics
      Penis oder kein Penis?

      Eine Studentin arbeitet an einer Software, die automatisch Bilder von Penissen aus Direktnachrichten filtert. Wer mithelfen will, kann ihr Testobjekte schicken.
      Ein Bericht von Fabian A. Scherschel

      1. Medienbericht US-Regierung will soziale Netzwerke stärker überwachen
      2. Soziales Netzwerk Openbook heißt jetzt Okuna
      3. EU-Wahl Spitzenkandidat Manfred Weber für Klarnamenpflicht im Netz

        •  /