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World of Warcraft Classic angespielt: Azeroth zwischen zäh und heldenhaft

Keine Quest-Markierungen, langsames Leveln und lange Laufwege: Blizzard hat (fast) die Ursprungsversion von World of Warcraft neu veröffentlicht. Auf einigen Servern von Classic gibt es schon Warteschlangen - wir sind gespannt, ob das so bleibt!

Artikel veröffentlicht am ,
Ein Taure in World of Warcraft Classic
Ein Taure in World of Warcraft Classic (Bild: Blizzard / Screenshot: Golem.de)

Hurra, wir haben einen sehr leichten Kettengürtel gefunden! Natürlich würde kein Spieler des modernen World of Warcraft wegen des niedrigstufigen Gegenstands auch nur einen einzigen Freudensprung ausführen. Im frisch eröffneten Classic aber zählt beim heldenhaften Kampf gegen Ebenenschreiter, Koboltgezücht und Bergpumas jedes Stück Ausrüstung, weil wir halbwegs schnell Erfahrungspunkte sammeln wollen.

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In World of Warcraft Classic ist das durchaus eine Herausforderung: Während man mit etwas Übung in der neusten Version des Online-Rollenspiels an einem Abend durchaus Stufe 20 erreichen kann, sind wir in Classic froh, wenigstens Level 10 zu schaffen. Und danach wird es erst richtig zäh - jeder weitere Aufstieg ist mühsam erkämpft. Aber: Zum einen haben wir dann auch das Gefühl, wirklich etwas vollbracht zu haben. Und zum anderen macht es Spaß, die schöne Welt (neu) zu erkunden und Abenteuer zu erleben.

Die meisten Spieler, die das aktuelle WoW kennen, dürften sich stärker umstellen müssen als erwartet. Allein schon die Tatsache, dass man viele der Questgebiete anhand der Beschreibung des Auftraggebers selbst finden und dafür die Texte sogar aufmerksam lesen muss, wirkt anfangs irritierend. Schräg: Inzwischen gibt es sogar schon wieder ein Add-on (Questie Classic), das dem Spieler bei dieser Aufgabe hilft.

Dazu kommen in Classic noch wesentlich längere Laufwege, weil es viel weniger Abflugorte gibt und die meisten Klassen eine kleine Ewigkeit brauchen, bis sie genug Erfahrungspunkte und vor allem Gold für ein eigenes Mount gesammelt haben. Auch wer stirbt, muss in Classic viel länger als Geist übers Gelände traben - früher gab es in Azeroth eben noch viel weniger Friedhöfe.

Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Spieler in Classic öfter ins virtuelle Gras beißen dürften, weil die Klassen viel spezialisierter sind und man als Magier oder Zauberer kaum Treffer aushält, sondern gut in Crowd Control sein muss. Das gilt noch nicht für Einstiegsgegner wie die Bergpumas oder das Koboltgezücht, aber kurz darauf kann die Sache bei mehr als einem Feind gleichzeitig schon brenzlig werden.

Classic basiert auf der Version 1.12.0 von World of Warcraft. Diese Fassung wurde von Blizzard am 22. August 2006 veröffentlicht - also fast zwei Jahre nach dem ursprünglichen World of Warcraft, das in den USA bereits im November 2004 an den Start ging. Das Entscheidende für viele Fans ist aber, dass Classic vor der Anfang 2007 erschienenen ersten Erweiterung The Burning Crusade angesiedelt ist. Blizzard hat angekündigt, parallel zu den Updates der Originalversion in sechs sogenannten Phasen weitere Inhalte zu liefern, finaler Höhepunkt ist Naxxramas.

Die Grafik von World of Warcraft entspricht nicht dem Original von 2006, sondern nutzt den Code von heute. Lediglich die 3D-Modelle basieren auf Version 1.12, was deutlich zu sehen ist. Im Optionenmenü können Spieler einen Classic-Grafikmodus wählen, mit dem das Spiel ein Stück weit die Standards von damals nachstellt, etwa indem Texturfilter und Schattenqualität heruntergedreht werden.

  • Magier sind in World of Warcraft Classic eine durchaus herausfordernde Klasse. (Bild: Blizzard / Screenshot: Golem.de)
  • Die Ausführungen der Questgeber sollten wir in Classic wirklich lesen. (Bild: Blizzard / Screenshot: Golem.de)
  • Tauren-Häuptling Hawkwind hat eine Aufgabe für uns. (Bild: Blizzard / Screenshot: Golem.de)
  • Die Übersichtskarte der Stadt Sturmwind. (Bild: Blizzard / Screenshot: Golem.de)
  • Einige Realms sind überfüllt, andere noch ziemlich leer. (Bild: Blizzard / Screenshot: Golem.de)
  • Die Kerze vom Koboltgezücht schnappen wir uns! (Bild: Blizzard / Screenshot: Golem.de)
  • Auf dem deutschen Realm müssen wir uns in die Warteschlange einreihen. (Bild: Blizzard / Screenshot: Golem.de)
Magier sind in World of Warcraft Classic eine durchaus herausfordernde Klasse. (Bild: Blizzard / Screenshot: Golem.de)

Direkt am Erscheinungstag war ein Teil der Server bereits voll, speziell die Nachfrage aus Deutschland dürfte Blizzard unterschätzt haben. Bei unserem Versuch hätten wir uns auf dem PvE-Realm Everlook in Warteplatz 3.601 einreihen und 47 Minuten etwas anderes machen müssen, bevor wir hätten loslegen können. Wir haben stattdessen eine der niedrig bevölkerten englischen Welten gewählt und konnten sofort starten.

Der Client für World of Warcraft und damit auch für Classic ist kostenlos erhältlich (Systemanforderungen). Spieler benötigen zusätzlich ein Abonnement, das rund 13 Euro im Monat kostet und für das Standard-WoW und für Classic gilt.

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hellfire79 09. Sep 2019

Ich würde dir in dem Fall mal ESO ans Herz legen. *DAS* ist wirklich entspannt, schon...

FreierLukas 07. Sep 2019

Es gibt bei WoW Classic überhaut kein Probeabo. Warteschlangen sind nervig aber das liegt...

Truster 03. Sep 2019

nun ich würde eher sagen. Du zahlst deine 13 Eur kannst jedoch selbst entscheiden, was...

Truster 03. Sep 2019

Schade, dass es keine RP-Server mehr gibt, soweit ich das verstanden habe. Ich hab schon...

Truster 03. Sep 2019

Als Hexenmeister... Das Mountquest... Legendär! Heute gehst hin: "Da hast."


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