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World of Tanks: Streit um Stalin

Erst hat Wargaming die Bezüge auf Josef Stalin in World of Tanks getilgt, jetzt sollen sie – etwa als Schrift auf Panzern – im nächsten Patch wieder vorkommen. Bei Spielern sorgt das für Diskussionen.
/ Peter Steinlechner
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Josef Stalin, Propagandabild aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs (Bild: Wikimedia)
Josef Stalin, Propagandabild aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs Bild: Wikimedia

Für das weißrussische Entwicklerstudio Wargaming ist Josef Stalin "keine unkontroverse historische Person", während die deutsche Ausgabe von Wikipedia(öffnet im neuen Fenster) ihn schlicht als totalitären Diktator bezeichnet, dem mehr oder weniger direkt "sechs Millionen Menschen zum Opfer fielen". Der Streit um die historische Bewertung von Stalin spielt jetzt auch in World of Tanks eine Rolle.

World of Tanks für Xbox 360 – Trailer (E3 2013)
World of Tanks für Xbox 360 – Trailer (E3 2013) (01:50)

In dem schon etwas länger zurückliegenden Update auf Version 8.0 des Spiels konnten erstmals Schriftzeichen unter anderem auf Panzern dargestellt werden. In Europa, Nordamerika und Asien wurden Slogans wie "Stalinets" oder "For Stalin!" allerdings deaktiviert. Jetzt hat Wargaming beschlossen, solche politischen Losungen weltweit mit der Veröffentlichung von Patch 8.8 wieder darzustellen; wann das Update erscheint, steht noch nicht fest.

Als Begründung schreibt Wargaming in seinem Firmenblog(öffnet im neuen Fenster), dass "die historische Genauigkeit bei Vehikeln, Logos und Aufschriften ein wesentlicher Teil aller aktuellen Wargaming-Titel" sei – auch wenn das verständlicherweise "Missfallen und unterschiedliche Reaktionen im weltweiten Kundenstamm" auslösen könne.

Logos der Achsenmächte, das Hakenkreuz oder die Erwähnung von Hitler sollen nach Angaben von Wargaming nicht in den Spielen vorkommen. Auch, weil die Darstellung etwa des Hakenkreuzes in Deutschland in Spielen grundsätzlich verboten ist.

In den Foren von Wargaming(öffnet im neuen Fenster) sorgt die Ankündigung für unterschiedliche Reaktionen. Einige Spieler begrüßen den Kurswechsel, andere verweisen auf die Verbrechen von Stalin und lehnen seine Erwähnung strikt ab. Wieder andere halten den Verweis auf die Authentizität für unglaubwürdig in einem Spiel, in dem die Kampfgeräte nur so ungefähr ihren historischen Vorbildern entsprechen. Das Community-Management von Wargaming versucht, politische Diskussionen zu unterbinden.


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