World Liberty Financial: USD1 erreicht fünf Milliarden US-Dollar Umlaufvolumen
Das Krypto-Start-up der Familie Trump, World Liberty Financial, hat mit seiner Stablecoin USD1 ein Umlaufvolumen von fünf Milliarden US-Dollar erreicht. Wie die New York Times berichtet(öffnet im neuen Fenster) , werden 85 Prozent der im Umlauf befindlichen USD1-Coins auf der Plattform Binance gehalten, obwohl die Kryptobörse in den USA keine Geschäfte ausführen darf.
Binance arbeitet dennoch eng mit World Liberty Financial zusammen und führte unter anderem Werbekampagnen aus, um den Kauf von USD1 zu fördern. Dazu gehörte auch die Aufhebung von Handelsgebühren und die Einführung von Belohnungsprogrammen. Außerdem stellte Binance bereits bei der Entwicklung von USD1 Technologie zur Verfügung.
World Liberty Financial investiert die Einlagen der USD1-Käufer in staatliche Geldmarktfonds, die bei dem aktuellen USD1-Volumen laut New York Times ein potenzielles jährliches Einkommen in Höhe von 200 Millionen US-Dollar generieren.
Trump ist wichtigster politischer Entscheidungsträger für die Kryptobranche
Von Ethikexperten und Mitgliedern des US-Kongresses wird ein erheblicher Interessenskonflikt vermutet. Es geht nicht nur darum, dass der US-Präsident den Binance-Gründer Changpeng Zhao begnadigte. Trump gilt in der Kryptobranche als wichtigster politischer Entscheidungsträger und änderte direkt zu Beginn seiner zweiten Amtszeit die regulatorische Ausrichtung der US-Regierung zugunsten von Kryptowährungen. Sein Familienunternehmen profitiert seitdem direkt von Plattformen wie Binance.
Kritiker bemängeln zudem, dass der Genius-Act, ein Gesetz, mit dem klare regulatorische Rahmenbedingungen für an den US-Dollar gekoppelte Stablecoins geschaffen werden sollten , Herausgebern das Anbieten von Zinsen verbietet. Kryptobörsen dürfen diese aber anbieten, was Raum für Geschäftsvereinbarungen lässt, von denen beide Seiten profitieren können.
Trump wird bereits seit Beginn seiner zweiten Amtszeit vorgeworfen, politische Entscheidungen zu eigenen finanziellen Gunsten zu treffen. Dennoch spenden Tech-Milliardäre weiterhin viel Geld an Organisationen, die Trump nahestehen .
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