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World Liberty Financial: Abu Dhabi nutzt Trumps Kryptowährung für Investition

Eine demokratische US-Senatorin nennt es "Korruption" : Abu Dhabi investiert zwei Milliarden US-Dollar in Binance und verwendet dabei Trumps Stablecoin USD1.
/ Tobias Költzsch
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Donald Trumps Sohn Eric bei der Ankündigung der Investition in Dubai (Bild: GIUSEPPE CACACE/AFP via Getty Images)
Donald Trumps Sohn Eric bei der Ankündigung der Investition in Dubai Bild: GIUSEPPE CACACE/AFP via Getty Images

Zach Witkoff von Donald Trumps Kryptoplattform World Liberty Financial (WLF) hat zusammen mit Trumps Sohn Eric auf einer Konferenz in Dubai bekanntgegeben, dass der von Abu Dhabi unterstützte Fonds MGX den von WLF veröffentlichten Stablecoin USD1 für eine Milliardeninvestition verwenden wird. MGX wird USD1 im Wert von zwei Milliarden US-Dollar in die Kryptoplattform Binance investieren.

Der New York Times(öffnet im neuen Fenster) (NYT) zufolge soll nahezu jede der Ankündigungen von Witkoff und Eric Trump Interessenkonflikte enthalten haben. Als problematisch dürfte vor allem gelten, dass ein staatlich gelenkter Fonds wie MGX das Familienunternehmen des US-Präsidenten in seine Investitionen einbindet und Trump und seine Familie davon profitiert, etwa durch Transaktionsgebühren.

Die demokratische Senatorin Elisabeth Warren bezeichnete das Vorgehen auf Bluesky(öffnet im neuen Fenster) als "Korruption" . Sie weist zudem darauf hin, dass der US-Senat gerade neue Gesetze bezüglich Stablecoins in die Wege leite, die es der Trump-Familie "leichter machen" solle, "ihre Taschen zu füllen" . Warren ist seit Jahren eine Gegnerin des US-Präsidenten.

Vorgehen kann als indirekte Unterstützung gesehen werden

Der NYT zufolge könnte die Zusammenarbeit zwischen WLF und MGX weiteren Investoren nahelegen, über diese Verbindung den US-Präsidenten indirekt zu unterstützen. Dies könnte als Mittel angesehen werden, sich dessen Gunst zu sichern. In Trumps erster Amtszeit gab es vergleichbare Vorwürfe: Damals hatten Regierungen Zimmer in Trumps Hotels gebucht, was als Interessenkonflikt gesehen wurde.

Pikant ist, in welches Unternehmen MGX die zwei Milliarden US-Dollar investieren wird: Binance. Gegen Binance lief in den USA ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche, der Gründer Changpeng Zhao wurde verurteilt. Seit einiger Zeit bereits versucht er, eine Begnadigung zu erhalten. Die Ermittlungen gegen Binance wurden kurz nach Donald Trumps Amtsantritt eingestellt .

Bereits im März 2025 gab es Hinweise darauf , dass Trump über World Liberty Financial an einer Investition in Binance interessiert ist. Diese erfolgt nun über den MGX-Fonds und den Stablecoin USD1. Zack Witkoff ist der Sohn von Steve Witkoff, der für die US-Regierung als Sondergesandter für den Nahen Osten und bei den Verhandlungen zwischen den USA und Russland bezüglich des Ukrainekriegs fungiert.


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