Workstation-Hardware: Nvidia RTX 6000 Ada mit 48 GByte GDDR6 geht in den Verkauf

Nachdem Nvidia auf der eigenen Website die technischen Daten zur Nvidia RTX 6000 Ada(öffnet im neuen Fenster) bereitgestellt hat, geht das erste Modell in den Verkauf. Bei der GPU handelt es sich, wie bei den vormals als Quadro bezeichneten Grafikkarten üblich, um die gleichen Chips, die auch auf den Geforce-Ablegern zum Einsatz kommen. Im Fall der RTX 6000 Ada ist es der Ad-102-Chip, der sonst auf der Geforce RTX 4090 zu finden ist.
Von den maximal möglichen 144 SMs (Streaming Multiprocessor) sind auf der Karte 142 aktiv, deutlich mehr als auf der Geforce-Karte, die mit 128 SMs auskommen muss, dafür aber mutmaßlich höher taktet. Denn die Workstation-GPU von Nvidia soll mit nur 300 Watt auskommen und wird von einem DHE-Kühler (Direct Heat Exhaust) mit einer Vaporchamber und Radiallüfter gekühlt, den wir bereits aus der Ampere-Generation kennen.
Der Grafikspeicher wird, wie für Ad-102-GPUs vorgesehen, an einem 384-Bit-Interface angebunden, ist mit 48 GByte gegenüber den 24 GByte der RTX 4090 aber wie üblich verdoppelt worden. Außerdem wird ECC-Fehlerkorrektur zur Erkennung und Behebung von Bitfehlern unterstützt. Mit einer Geschwindigkeit von 20 Gbit/s ist der Speicher mit dem der kommenden Radeon RX 7900 GPUs vergleichbar.
NVLink fällt auch für Workstation-GPUs weg
Durch 700 MHz höheren Takt und 25 Prozent höhere Speicherbandbreite gegenüber dem Vorgängermodell Nvidia RTX A6000 ist die Rechenleistung deutlich gestiegen. Bei den weiteren Features gibt es viel Bekanntes, wie die Unterstützung für Frame Lock per Quadro Sync II, NVENC jetzt auch mit AV1 in doppelter Auslegung wie bei Geforce-Modellen und PCIe-Gen-4-x16. Erstmals fällt jedoch der NVLink-Anschluss weg. Ob ein sogenanntes Pooling des Videospeichers für große Render oder AI-Modelle weiterhin möglich sein wird, ist noch nicht bekannt.
Mit Strom versorgt wird die Karte wie alle Ada-GPUs per 16-Pin-ATX-3.0-Stecker. Fehlerhaftes Einstecken des Steckers, was Nvidia als Ursache für eine Reihe an Defekten bei den Geforce-Grafikkarten angibt, dürfte im professionellen Umfeld kaum vorkommen. Außerdem ist die GPU deutlich genügsamer als die Gaming-Ableger. Shops in den USA listen die GPU zwischen 7.400 und 10.000 US-Dollar. Die erste Auslieferung könnte noch diesen Monat erfolgen, ein genaues Datum wird aber noch nicht genannt.



