Workshop: Alexa kann Helligkeitsprobleme mit Hue-Lampen umgehen
Die Zusammenarbeit zwischen digitalen Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant und den Hue-Lampen von Philips funktioniert nicht immer reibungslos. Derzeit plagt einige Nutzer ein Problem mit der Helligkeit der Lampen: Es kann passieren, dass diese nur schwach leuchten, wenn sie mittels Sprachsteuerung eingeschaltet werden. Zumindest bei der Nutzung von Alexa lässt sich der Fehler umgehen.
Mehrere Wochen haben wir uns mit dem Problem herumgeplagt. Wir schalteten verschiedene Hue-Lampen auf Zuruf über einen smarten Lautsprecher ein. Sie gingen an, hatten aber nur eine Helligkeit von 5 bis 10 Prozent, leuchteten also kaum. Bei einer Deckenlampe fällt es dann gar nicht auf, dass sie eingeschaltet ist, sofern es im Raum nicht total dunkel ist. So manches Mal vermuteten wir, die Lampe sei nicht eingeschaltet und versuchten es nochmal. Denn es passiert immer mal, dass eine Hue-Lampe beim ersten Zuruf nicht reagiert, weil etwa der Lampenname falsch verstanden wurde oder kurz die Verbindung zur Bridge abgebrochen ist.
Helligkeit auf Zuruf anpassen
Mit dem Befehl "Setze Wohnzimmerlampe auf 100 Prozent Helligkeit" oder einem ähnlichen Befehl wird die gewollte Helligkeit hergestellt. Bei den ersten Malen machten wir das noch mit, aber bald nervte es, immer zwei Befehle zu benötigen, um eine Lampe in der gewünschten Helligkeit leuchten zu lassen. Alternativ kann die Lampe auch gleich mit der gewünschten Helligkeit mit dem Zuruf "Schalte Wohnzimmerlampe mit einer Helligkeit von 100 Prozent ein" angemacht werden. Ein simpler Schalterdruck geht deutlich schneller.

Wir machten uns auf die Fehlersuche und konnten die Ursache eingrenzen. Das Problem der zu geringen Helligkeit kam dann auf, wenn die Lampen nicht über Alexa oder Google Assistant ausgeschaltet wurden. Zum Ausschalten nutzten wir Logitechs Pop-Schalter . Wurde eine beliebige Hue-Lampe mittels Pop-Druck ausgeschaltet, hatte sie beim Einschalten auf Zuruf eine sehr geringe Helligkeit. Offenbar wird der Helligkeitsgrad beim Ausschalten nicht korrekt gespeichert.
Mit einem Kniff lassen sich diese Probleme zumindest seit Kurzem mit Alexa-Lautsprechern in den Griff bekommen.
Routinen bringen die Lösung
Erst kürzlich hat Amazon Routinen für Alexa freigeschaltet. Routinen dienen dazu, mehrere Alexa-Aufgaben zusammenzufassen und mit einem einzigen Zuruf zu aktivieren. So kann etwa festgelegt werden, dass mit einem Morgengruß eine Lampe angeht, eine Steckdose geschaltet wird, an der die vorbereitete Kaffeemaschine hängt, und erst der aktuelle Wetterbericht und danach die Nachrichten aus aller Welt angesagt werden. Etwas Vergleichbares zu diesen Routinen gibt es für Google Assistant bislang nicht, soll aber irgendwann kommen.
Routinen legen die Einschalthelligkeit fest
Mit Hilfe von Routinen kann das Lampenproblem gelöst werden. Dazu sollten für jede einzelne Lampe jeweils zwei Routinen angelegt werden. Die erste Routine für die Wohnzimmerlampe legt fest, dass die Lampe eingeschaltet und dabei die Helligkeit auf den gewünschten Prozentwert gesetzt wird. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass der Name für die Routine nicht die gleiche Bezeichnung wie die Lampe selbst trägt. Ansonsten weiß Alexa nicht, was zu tun ist. Die Routine könnte zum Beispiel "Wohnzimmer an" heißen.
Wer sich nicht daran stört, beim Einschalten einen anderen Lampennamen zu rufen als beim Ausschalten, kann sich mit nur einer Routine begnügen. Wir konnten uns daran nicht gewöhnen und fanden es praktischer, eine zweite Routine zu haben, die die besagte Lampe wieder ausschaltet. Hier wählten wir "Wohnzimmer aus" als Routinebezeichnung.
Wichtig ist, den Namen der Routine ganz genau anzusagen. Eine leichte Abweichung gleicht Alexa nicht aus. Wer also "Wohnzimmer abschalten" zu Alexa sagt, wird damit keinen Erfolg haben, um die Wohnzimmerlampe ausgeschaltet zu bekommen, wenn die Routine "Wohnzimmer aus" heißt.

Seit einiger Zeit gibt es auch eine neue Smart-Home-Steuersektion in der Alexa-App, mit der sich die Lampen bedienen lassen. Eine vollständige Steuerung der Lampeneigenschaften ist mit der Alexa-App derzeit aber nicht möglich. Das wirkt sich auch auf die Routinen aus. So kann weder die Farbe noch der Weißton in der App bestimmt werden. Wer also öfter die Farben oder den Weißton seiner Lampe wechselt, kann das nicht über die Routinen erledigen und Probleme mit der zu geringen Helligkeit abfangen.
Ikea Trådfri nicht betroffen
Die geschilderten Probleme traten bei uns nur mit den Hue-Lampen von Philips auf. Wir haben auch mit den Ikea-Lampen der Trådfri-Reihe versucht, das Problem nachzustellen. Aber hier behielten die Lampen immer die Helligkeit, die beim Ausschalten der Lampe gewählt wurde.
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