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Workers & Resources im Test: Vorwärts immer, rückwärts nimmer

Wirtschaftssimulationen spielen meist im Kapitalismus - nicht so Workers & Resources: Soviet Republic. Dort müssen wir eine sozialistische Wirtschaft aufbauen und mit Bruderstaaten und dem nichtsozialistischen Ausland handeln. Das klingt erst einmal unkompliziert - die Spieltiefe ist aber gewaltig.

Ein Test von und veröffentlicht am
Dein Arbeitsplatz, dein Kampfplatz für den Frieden!
Dein Arbeitsplatz, dein Kampfplatz für den Frieden! (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)

Graue Betonbauten, rauchende Fabrikschlote, klapprige Busse und Lkw, die durch Industrielandschaften fahren - und das alles unterlegt mit einem Kosakenchor: Der Trailer zu Workers & Resources: Soviet Republic erfüllt so einige Vorurteile, die es gegen den sogenannten real existierenden Sozialismus geben dürfte. Hinter dieser Fassade voller Ressentiments steckt allerdings eine liebevoll gemachte, äußerst komplexe Wirtschaftssimulation, die auch Veteranen dieses Spielgenres vor Herausforderungen stellt.

Inhalt:
  1. Workers & Resources im Test: Vorwärts immer, rückwärts nimmer
  2. Wir müssen uns um alles kümmern

Anstatt ein Imperium im Kapitalismus aufzubauen, müssen wir die Wirtschaft unseres sozialistischen Vorzeigestaats verwalten und unsere Planwirtschaft managen. Das klingt einfacher, als es ist: Der Handel mit Ressourcen will sowohl mit unseren sozialistischen Bruderstaaten als auch mit dem kapitalistischen Ausland koordiniert sein, zudem brauchen unsere Arbeiter und Bauern Beschäftigung. Verwalten müssen wir nicht nur unsere Wirtschaft, sondern auch Eisenbahnen, Lkw-Routen und Buslinien. Das Spiel wird nicht nur durch inhaltlichen Tiefgang erschwert, sondern mitunter auch durch die Spielmechaniken selbst.

Bereits der Start in das Spiel ist holprig wie die Transitautobahn nach Berlin (West): Es gibt kein Tutorial, weshalb wir zunächst etwas ratlos vor der leeren Landschaft sitzen. Vor dem Spielstart werden uns lediglich einige Voreinstellungen wie die Schwierigkeit, das Startdatum (frühestens 1960) sowie die gewünschte Größe des Spielfeldes präsentiert. Danach sind wir auf uns alleine gestellt, lediglich unterstützt durch das Hilfemenü. Dort finden wir zwar einige Erklärungen, ein wenig mehr Hilfe hätten wir uns zu Beginn des Spiels aber gewünscht.

Wir fangen also mit dem an, was wir für sinnvoll halten: dem Bau einiger Wohnhäuser und eines Agrarbetriebs, dem wir einige Felder spendieren. Bereits jetzt bekommen wir einen Eindruck der enormen Spieltiefe. Es reicht beispielsweise nicht, einfach unseren Landwirtschaftsbetrieb mit ein paar Feldern und Häusern für die Arbeiter daneben zu bauen. Wir müssen uns auch die Laufwege der Arbeiter und den Fuhrpark organisieren, also Traktoren und Erntemaschinen sowie Lkw für den Transport der Rohstoffe zur Lebensmittelfabrik kaufen. Auch um Busse und entsprechende Haltestellen müssen wir uns kümmern, damit auch Arbeiter entlegener Wohnblöcke die Fabriken erreichen.

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Dabei müssen wir Fahrpläne selbst erstellen - das Spiel ist zu großen Teilen auch eine Verkehrssimulation. Bei den Bussen fällt uns schnell auf, wie umständlich Workers & Resources: Soviet Republic mitunter ist: Obwohl es eine Busverbindung gibt, können wir den Arbeitern nicht einfach sagen, dass sie in einer weiter entfernten Fabrik arbeiten sollen. Stattdessen müssen wir ihnen auftragen, zur Busstation zu gehen, an der der Bus zur Fabrik abfährt. Dann steigen sie brav ein und gehen in der Fabrik arbeiten.

  • In Workers & Resources: Soviet Republic verwalten wir ein sozialistisches Land mit einer Planwirtschaft. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Wir müssen nicht nur Städte bauen, sondern sie auch umfangreich verwalten. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Einwohner eines Wohnblocks müssen wir auf verschiedene Fabriken für die Arbeit verteilen. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Dabei gilt es die Länge der Laufwege zu beachten - ist ein Weg zu weit, müssen wir einen Bus einrichten. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Die Konstruktionsmenüs sind umfangreich und nicht immer übersichtlich. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Wichtig ist ein regelmäßiger Blick auf den Ressourcenstatus: Je nach Versorgungslage müssen wir Arbeiter unterschiedlich einsetzen oder auch mal Rohstoffe importieren. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Die Handelsstatistik von Workers & Resources: Soviet Republic ist umfangreich. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Leider gibt es kein Tutorial, Spieler werden einfach in eine leere Landschaft geworfen. Etwas Unterstützung gibt es durch das Hilfemenü. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Bei unseren Industrieanlagen müssen wir auch die Stromversorgung beachten. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Ein Gitternetz soll helfen, Unebenheiten vor dem Bau zu erkennen. Wir hatten beim Spielen aber mitunter Probleme mit der Ansicht. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Workers & Resources: Soviet Republic bietet eine Reihe an Fahrzeugen, die wir für unsere Zwecke einsetzen können. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Sie sind Originalfahrzeugen nachempfunden und eigenen sich für unterschiedliche Anwendungen. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Die Auswahl an Fahrzeugen ist groß. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Ein Grenzübergang, an den wir Waren für den Export liefern können. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Eine unserer größeren Städte mit beeindruckendem Ostblock-Charme (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Auch Bahnlinien müssen wir planen - sowohl für den Personen- als auch für den Warenverkehr. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Ein Hauptquartier der kommunistischen Partei schadet nie. Ein nettes Detail: Wir können alle Arbeiter anklicken und erhalten persönliche Informationen zu ihnen. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Auch Straßenfahrzeuge für den Gütertransport müssen wir kaufen, die Route müssen wir ebenfalls selber planen. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Bestimmte Industrieanlagen lassen sich direkt über Förderbänder verbinden. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Das Verteilungsschema unseres Kohlekraftwerkes (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Ein kurzer Förderweg verbindet das Kohlekraftwerk mit einem Außenlager. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Unsere medizinische Universität könnte ein paar mehr Professoren vertragen. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Alle Geschäfte und Fabriken bieten uns umfangreiche Informationen und Steuerelemente an. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Auch zu Feldern gibt es umfangreiche Informationen. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Unser Rundfunkhaus hat noch keine Moderatoren. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Auch eine Kathedrale gibt es in unserem Ort. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Unser Shoppingcenter sieht so einladend aus wie das Centrum-Warenhaus am Alexanderplatz in Berlin. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
  • Zu Hause ist es doch am schönsten. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)
In Workers & Resources: Soviet Republic verwalten wir ein sozialistisches Land mit einer Planwirtschaft. (Bild: 3Division Entertainment/Screenshot: Golem.de)

In einem neuen Szenario handeln wir getreu dem Motto "Kommunismus ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes" und bauen erst mal ein Kohlekraftwerk. Doch nach dem Bau liefert es keinen Strom; es fehlt an Arbeitern und Kohle. Flugs setzen wir einen Plattenbau neben das Werk und verbinden beide per Fußweg. Doch woher bekommen wir die notwendige Kohle? Wir klicken uns durch das Konstruktionsmenü und werden fündig. Eine Mine und Verarbeitungsanlage für Kohle sollen uns den Rohstoff liefern. Doch die brauchen nicht nur Arbeiter, sondern auch Strom. Ein Teufelskreis.

Eher durch Zufall stoßen wir im Gebäudemenü auf die Option, Rohstoffe auch manuell oder automatisch aus dem Ausland zu importieren. Nun liefert unser Kraftwerk auch tatsächlich Strom. Unsere Mine fördert aber keine Kohle. Erst später lernen wir, dass Minen über raren Lagerstätten gebaut werden müssen. Exporte müssen wir übrigens manuell zu einem Grenzübergang transportieren, automatisch exportieren wir nichts.

Wir müssen uns um alles kümmern 
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quineloe 18. Apr 2019 / Themenstart

Sorry, aber ein Spiel, wo du hunderte von Arbeitern intensiver micron musst als einen Sim...

JouMxyzptlk 17. Apr 2019 / Themenstart

Hoffentlich kommt es dort auch... Edit: Ich bin nicht der einzige: https://steamcommunity...

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