Work-Life-Balance: Viertagewoche bei Microsoft Japan ist ein Erfolg
Microsoft Japan hat sein Experiment eines verlängerten Wochenendes ausgewertet. Im August 2019 hatte das Unternehmen einem Teil seiner Angestellten neben dem Wochenende zusätzlich den Freitag freigegeben. Diese Maßnahme scheint sich für Microsoft gelohnt zu haben.
Die Wirtschaftszeitung Nikkei berichtet(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf interne Daten Microsofts, die Zahl der Arbeitstage sei verglichen mit dem August 2018 um 25,4 Prozent gesunken. Gleichzeitig sei die Produktivität um 39,9 Prozent gestiegen. Hierfür kann es im Jahresvergleich natürlich weitere Gründe geben, etwa den Krankenstand oder den generellen Urlaubsstand.
Die verringerte Zahl der Arbeitstage bringt für Microsoft Einsparungen mit sich: So hat das Unternehmen in Japan seinen Stromverbrauch verglichen mit dem August 2018 um 23,1 Prozent senken können. Außerdem druckten die Angestellten 58,7 Prozent weniger Seiten aus, ebenfalls verglichen mit dem August des Vorjahres.
Mitarbeiter fanden Aktion gut
Bei den Mitarbeitern kam das Dreitageswochenende gut an: 92,1 Prozent zeigten sich einer internen Umfrage zufolge zufrieden mit der Maßnahme. Der freie Freitag galt als bezahlter Urlaub und stand 2.300 Vollzeitangestellten zur Verfügung.
Ganz ohne Probleme ist die Viertagewoche allerdings nicht. So soll es Einwände von Mitarbeitern gegeben haben, die im Kundenkontakt stehen – beispielsweise aus dem Sales-Bereich oder dem technischen Support. Für Kunden ist es verständlicherweise schlecht, wenn freitags generell niemand aus diesen Bereichen erreichbar ist, besonders, wenn das eigene Unternehmen an einem Freitag arbeitet.


