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Work-Life-Balance: Daimler löscht eintreffende E-Mails während des Urlaubs

Um ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Beruf und Freizeit der Mitarbeiter zu realisieren, will Daimler die E-Mails der Mitarbeiter, die während ihres Urlaubs eintreffen, auf Wunsch löschen. Chaos soll das dennoch nicht geben.

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Produktion der Mercedes-Benz-SL-Klasse
Produktion der Mercedes-Benz-SL-Klasse (Bild: Daimler)

In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Heidelberg hat der Autobauer Daimler eine langfristige Studie zur Ausgewogenheit von Beruf und Freizeit gestartet. Eine der Folgen: Ab 2013 dürfen die Mitarbeiter auf Wunsch E-Mails löschen lassen, die während ihres Urlaubs eintreffen.

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Eine Abwesenheitsnotiz weist den Absender der E-Mails auf den zuständigen Vertreter hin. So soll vermieden werden, dass das Anliegen vergessen wird und die E-Mail gänzlich unbeantwortet bleibt.

Wilfried Porth, Personalvorstand und Arbeitsdirektor bei Daimler, betonte bei der Vorstellung der Studienergebnisse, dass "Diese neue Spielregel zur E-Mail-Abwesenheit [...] eine ganz wesentliche Maßnahme [ist], damit unsere Belegschaft in Ruhephasen noch besser 'abschalten' kann."

Das Technologieunternehmen will außerdem bei ihm beschäftigte Eltern, die sowohl im Berufsleben als auch der Kindererziehung aktiv sind, fördern und angehende Führungskräfte auch an das Thema der Balance zwischen Arbeits- und Privatleben heranführen. Mit Leitlinien für Führungskräfte soll vermittelt werden, dass Grenzen bei der Priorisierung von Aufgaben und Planung von Kapazitäten beachtet werden müssen und dass keine Erwartungshaltung besteht, immer erreichbar zu sein.

Im Rahmen der zweijährigen Studie wurden mehr als 12.000 Mitarbeiter von Daimler zu ihrer "Life Balance" befragt und Faktoren bestimmt, die die Ausgeglichenheit im Arbeits- und Privatleben positiv und negativ beeinflussen.

VW blockt Blackberrys in der Freizeit

Ende 2011 wurde bekannt, dass sich Büroangestellte bei Volkswagen künftig nach der Arbeit nicht mehr mit E-Mails am Blackberry befassen müssen, da der Dienst 30 Minuten nach Arbeitsschluss ab- und erst am nächsten Tag wieder eingeschaltet wird. Das geschah aufgrund der Forderung der Arbeitnehmervertretung, betraf damals allerdings bundesweit nur rund 1.150 Mitarbeiter.



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