Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Beruf: MINT-Studium 2026 - Jobkrise oder Karrierechance?

Die Arbeitslosigkeit in MINT -Berufen steigt. Ist der Fachkräftemangel vorbei – und was bedeutet das für die Studienwahl?
/ Andreas Donath
35 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Studenten im Hörsaal (Bild: Pixabay)
Studenten im Hörsaal Bild: Pixabay
Inhalt
  1. Beruf: MINT-Studium 2026 - Jobkrise oder Karrierechance?
  2. Nicht alle MINT-Fächer und Spezialisierungen sind gleich betroffen
  3. Duale Studiengänge als sicherer Weg
  4. Langfristiger Ausblick: Die demografische Zeitbombe tickt weiter
  5. Handlungsempfehlungen: Drei Wege in die MINT-Karriere

Das ist der MINT-Arbeitsmarkt 2026: Die Situation hat sich für Absolventen technischer und naturwissenschaftlicher Fächer grundlegend verändert. Jahrelang galt das Versprechen, dass sich Informatiker und Ingenieure künftige Jobs aussuchen können.

Nun zeigen die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) ein anderes Bild. Die Arbeitslosigkeit in der IT stieg im letzten Jahr um rund 30 Prozent auf etwa 43.000 Personen – der höchste Stand seit einem Jahrzehnt.

Schon Mitte 2025 erreichte die Arbeitslosenquote für IT-Fachkräfte(öffnet im neuen Fenster) 3,7 Prozent. Gleichzeitig brach die Stellennachfrage dramatisch ein: Der Bestand offener Stellen sank um 24 Prozent, es gab 23 Prozent weniger Neuzugänge.

Auch Ingenieure spüren die Veränderung – die BA beschreibt den Anstieg als "nennenswert" . Mit 40.000 Arbeitslosen stieg die Quote auf 3,5 Prozent.

MINT-Arbeitskräftelücke schrumpft

Die MINT-Arbeitskräftelücke schrumpfte laut IW Köln(öffnet im neuen Fenster) von 185.000 im Dezember 2024 auf 142.000 im Dezember 2025. Im Januar 2026 sank sie weiter auf 120.600. Für Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik stellt die BA keinen Fachkräftemangel mehr fest.

Der DEKRA Arbeitsmarktreport 2025(öffnet im neuen Fenster) zeigt einen bemerkenswerten Wandel, der schon 2024 begann: Unter den Top-10 gibt es keine akademischen Berufe unter der nachgefragten Positionen. Softwareentwickler rutschten von Platz 19 auf Platz 23 ab.


Relevante Themen