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Wonder Workshop Dash im Test: Ein Roboter riskiert eine kesse Lippe

In den vergangenen Monaten haben wir einige Roboter ausprobiert. Doch keiner war so redselig wie der Lern- und Spielroboter Dash. Ob er mehr kann, als nur mit seiner großen Klappe aufzufallen, haben wir getestet.

Ein Test von veröffentlicht am
Dash mit Katapult
Dash mit Katapult (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

"Schau mir ins Auge, Kleines" geht uns durch den Kopf, als wir den Dash-Roboter des Herstellers Wonder Workshop zum ersten Mal sehen. Doch Dash soll nicht nur niedlich und Spielkamerad sein, sondern auch Kinder ab dem Vorschulalter in die Grundlagen der Roboterprogrammierung einführen. Wir können dem Blick und den technischen Spezifikationen nicht widerstehen und fordern ein Testgerät an. Da ahnen wir noch nicht, wie sehr uns der stets brabbelnde Begleiter ans Herz wachsen wird.

Inhalt:
  1. Wonder Workshop Dash im Test: Ein Roboter riskiert eine kesse Lippe
  2. Wir haben Spaß, aber nicht sofort
  3. Der Roboter als Musiker und Kämpfer

Als das Paket ankommt, sind wir erst einmal überrascht. Es ist deutlich schwerer als erwartet. Das liegt nicht am Zubehör im Karton. Der Roboter selbst wiegt mit 0,8 Kilogramm deutlich mehr als die Lernroboter, die wir bisher getestet haben. Zusammen mit seinem kugeligen Design erweckt das den Eindruck eines sehr robusten, kinderzimmertauglichen Spielkameraden. Das bestätigt sich später, als Dash auch nach diversen Kollisionen mit Möbeln keinerlei Kratzer aufweist.

Eine Anleitung suchen wir vergebens

Eine Anleitung suchen wir im Karton leider vergebens, auch auf der Webseite erhalten wir kaum Hinweise zur Bedienung des Roboters, es dominieren die Verweise auf verschiedene Apps für iOS und Android. Den Einschalter finden wir aber auch ohne Anleitung. Und sofort begrüßt uns Dash mit seiner Kinderstimme. Er bewegt sich von selbst ein wenig hin und her. Durch Zufall finden wir heraus, dass er auf Geräusche reagiert, dann dreht er sich in Richtung der Geräuschquelle. Wedeln wir mit der Hand vor seinen Entfernungssensoren unterhalb des Auges, reagiert er mit Kopfnicken. Gelegentlich ertönt dabei ein schnippisches Geräusch oder "Ah".

Am Kopf befinden sich mit Punkten markierte Tasten. Wir drücken eine, und der Roboter startet sein Erkundungsprogramm. Dabei fährt er frei herum und pfeift dabei regelmäßig. Trifft er auf ein Hindernis, versucht er zuerst, es wegzuschieben und dann zu umgehen, begleitet von diversen Lautäußerungen. Dash erinnert uns in diesem Modus an ein herumkrabbelndes Baby - oder eine aufmerksamkeitheischende Katze. Schließlich sind die Apps installiert.

Mit vier Apps zum Programmierer

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Wir rufen zuerst die App Go auf. Mit ihr können wir Dashs Namen und sein Verhalten beim Anschalten ändern. Dann steuern wir damit Dash und spielen ein wenig mit seinen Fähigkeiten. Außerdem enthält sie eine "Ideas" genannte Sektion. Dort erhalten wir einige Vorschläge zum Spielen und "Arbeiten" mit dem Dash. Die englischen Texte richten sich allerdings weniger an Kinder, sondern an Eltern und Lehrer.

  • Dash mit Katapult als Büroschreck (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jede einzelne LED in der Pupille kann einzeln angesteuert werden. Die schwarzen Balken sind IR-Entfernungssensoren.(Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch am Heck befindet sein ein IR-Sensor. Unter dem orangefarbenen Gitter steckt ein Lautsprecher. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Für die Mikrofone gibt es nur kleine Löcher. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An die knopfartigen Elemente am Kopf und ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... am Rumpf ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • können Dinge angebaut werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Für den Antrieb sorgen ordentlich große Räder. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit der Go-App können wir Dash einfach steuern ... (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • ... und Sonderaktionen aufrufen. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Wir erhalten auch Zugriff auf Nutzungsvorschläge. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Mit der App Path können wir Dash einen Weg vorgeben und Ereignisse dabei auslösen. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • In der Brickly-App können wir richtig programmieren. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Der grafische Editor erlaubt komplexe Programme. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Der grafische Editor erlaubt komplexe Programme. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Auch mit der Wonder-App können wir Dash direkt steuern. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Inklusive des Katapults (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Programmierung erfolgt ähnlich wie bei der Path-App. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Im Tuturial-Modus ... (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • können wir auch Belohnungen erspielen. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
Dash mit Katapult als Büroschreck (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die App Path richtet sich direkt an Vorschulkinder und erlaubt erste Programmierexperimente. Mit ihr können wir Dash einen Weg vorgeben und dabei Geräusche machen lassen, wie auch vorprogrammierte Bewegungen auslösen. Einige Aktionen erwarten eine Interaktion mit dem Nutzer. Die Funktionsweise lernen wir mit Hilfe kleiner Tutorials. In der App wird komplett auf Text verzichtet.

Das Gegenstück dazu ist Blockly. Wie der Name schon nahelegt, handelt es sich um eine Anpassung der grafischen Programmierumgebung für den Dash. Sie ist eher für ältere Kinder und Jugendliche geeignet. Mit Hilfe von Tutorials, hier Puzzles genannt, werden wir in die Fähigkeiten von Dash eingeführt und mit den verschiedenen Programmierkonstrukten vertraut gemacht. Auch dabei müssen wir mit Dash und dessen Sensoren interagieren. Die Integration der Fähigkeiten von Dash in die Blockly-Umgebung wirkt dabei vollständig.

Die vierte App mit dem ebenfalls wenig kreativen Namen Wonder kombiniert verschiedene Funktionen miteinander. Sie enthält ebenfalls eine direkte Steuerung und eine Programmieroberfläche für den Dash. Bei den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nähert sie sich Blockly an, folgt aber im Bedienkonzept eher der Path-App. Wie wir diese Programmieroberfläche nutzen, lernen wir durch die Roboter-Saga - dem Tutorial-Modus innerhalb der Wonder-App. Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Apps gibt es hier bei erfolgreichem Abschluss einer Aufgabe nicht nur stets variierende akustische Feier- und Jubelbekundungen durch Dash, sondern auch virtuelle Belohnungen, die wir erspielen können.

Wir haben Spaß, aber nicht sofort 
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Strongground 10. Jan 2017

Naja, setz' dich dran. Kurz bei github als Projekt einstellen, hier Link schicken und der...

Dino13 10. Jan 2017

Es ist so wie immer, man kann nicht alles haben. Aber es sieht recht unterhaltsam...


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