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Wonder Workshop Cue im Test: Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter

Bislang herrschte vor allem ein Niedlichkeitswettbewerb zwischen populären Spiel- und Lernrobotern für Kinder, jetzt durchbricht ein Roboter für jüngere Teenager das Schema nicht nur optisch: Cue fällt auch durch ein eher loseres Mundwerk auf.

Ein Test von veröffentlicht am
Wonderland Cue
Wonderland Cue (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Mit dem Spiel- und Lernroboter Cue tastet sich der Hersteller Wonder Workshop an jugendliche Nutzer ab elf Jahren heran. Diese Altersklasse wird bislang vor allem durch Roboterbaukästen bedient. Eine Neuentwicklung ist Cue nicht, er basiert auf Dash, der sich eher an Kinder richtet. Für die Älteren gibt es nicht nur ein eher martialisches Design und sie werden mit "What's up?" begrüßt, sondern die zugehörige Smartphone-App verleiht dem Roboter auch unterschiedliche Persönlichkeiten, die an eine jugendliche Abenteurergruppe erinnern - inklusive frechen Mundwerks und gelegentlichen Rülpsern. Müssen Eltern damit um ihre Erziehungserfolge fürchten? Und werden die Jugendlichen erfolgreich an die Programmierung herangeführt?

Besser programmieren in Schwarz

Inhalt:
  1. Wonder Workshop Cue im Test: Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter
  2. Verfügbarkeit und Fazit

Bereits in der Packung wirkt Cue grimmiger als das kunterbunte Vorbild Dash. Dabei wurde konstruktiv nichts verändert, es wird nur durchgängig schwarzer Kunststoff verwendet. Cue ist schnell ausgepackt und wir laden die erforderliche Smartphone-App (iOS und Android) herunter. Die kurze Wartezeit nutzen wir für eine mechanische Inspektion. Cue ist genauso stabil - und schwer - wie Dash. Kollisionen mit Möbeln beim Spielen sehen wir für den Roboter also gelassen entgegen, eher fürchten wir um Dellen in der Schrankwand. Tatsächlich gibt der Hersteller nur einen wesentlichen technischen Unterschied zum Dash an: Cue soll bessere Sensoren haben und er wurde außerdem mit einem Beschleunigungsmesser, IR-Sender und -Empfänger ausgestattet. Findige Nachwuchsprogrammierer können jetzt also herausfinden, ab welcher Geschwindigkeit Beulen in der Schrankwand verbleiben und dabei gleichzeitig das Fernsehprogramm wechseln.

So klein die technischen Änderungen sind, bei der App zur Steuerung und Programmierung von Cue hat sich einiges getan. Nach der Verbindungsaufnahme der App mit dem Roboter per Bluetooth Low Energy müssen wir eine von vier Persönlichkeiten auswählen. Wir können sie ausprobieren, der Roboter gibt dabei kurze Sprüche auf Englisch ab und macht mit seinen Gesichts-LEDs dazu Grimassen. Per englischsprachigem Chat entlocken wir ihm weitere, vor allem akustische, Reaktionen, gelegentlich dreht Cue auch erfreut oder genervt eine kleine Runde. Das erinnert uns sehr an den kleinen Cozmo. Die Steuerung erfolgt entweder klassisch per simuliertem Analogstick oder per Chat - bis zur potenziellen Sprachsteuerung ist es also nicht weit hin. Bis dahin steuert Cue aber uns per Sprache: Wenn wir nur langsam fahren, kommentiert er das zum Beispiel mit einem "That's all you got?"

  • Cue gibt sich farblich eher eindimensional. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Konstruktion unterscheidet sich nicht wesentlich vom Vorgänger Dash. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit diesen dicken Rädern hat Cue weder auf Teppich noch Parkett Probleme. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beim Zubehör sieht es für Cue  schwach aus. Die Lego-Adapter sind aber beim Kauf dabei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wir können eine Persönlichkeit frei auswählen. (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • Alle weiteren müssen wir bezahlen. (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • Viele Minispiele sorgen für ... (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • ... kurzweilige Unterhaltung. (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • Vieles um Cue ist Chat-basiert, ... (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • ... was sich auf einem Smartphone recht natürlich anfühlt. (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • Die Dialoge können leicht ins Absurde abgleiten.  (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • Programmiert wird per einfachen Ablaufdefinitionen. (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • Für komplexere Programme per Blocky gibt es ein Tutorial. (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • Hier können wir wieder verschachtelte Klötzchen bauen ... (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • ... oder direkt Javascript programmieren. (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • Dabei gibt es sogar eine Autovervollständigung und Hilfe wie bei einer echten IDE. (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
Cue gibt sich farblich eher eindimensional. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Multiple Persönlichkeiten gibt es nicht kostenlos

Schließlich legen wir Cue auf eine Persönlichkeit fest. Die sollte wohl überlegt sein. Denn wer sie nachträglich ändern will, muss zahlen. Die übrigen Persönlichkeiten können später nur per In-App-Kauf freigeschaltet werden, der Preis pro Persönlichkeit beträgt 5 Euro. Am stärksten wirken sich die Persönlichkeiten beim Spielen aus. Dabei neckt uns Cue mit jeweils spezifischen Sprüchen und harmlosen Aktionen.

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Das gilt zum Beispiel für eine Reihe dialogbasierter Spiele in einem Chat. Sie erzählen kleine, leicht abgedrehte Geschichten. So meldet uns Cue, Kontakt mit Außerirdischen zu haben, wir müssen einfache Worträtsel lösen, damit er die Meldungen entschlüsseln kann. Wir behaupten, dass wir uns über eine Invasion der Erde freuen und auch selbst dabei gerne die Weltherrschaft an uns reißen würden. Cue ist von unserem Ansinnen leicht irritiert, lässt uns aber dabei gewähren. Pädagogisch wertvoll ist das nicht, Spaß macht uns das schon.

Programmiert wird grafisch oder per Quelltext

Chat- und Minispiele sorgen für ein wenig Unterhaltung und sind perfekt zum Prokrastinieren - eigentlich soll der Spielkamerad Cue seine Nutzer zum Programmieren anregen. Hier zeigen sich die Möglichkeiten der App auf der Höhe der Zeit: Zuerst bringen wir dem Roboter mit Hilfe einfacher linear angeordneter Abläufe bei, sich selbstständig zu bewegen. Wer so erste Erfahrung gesammelt hat, baut mit Hilfe von Blocky komplexere Programme - um im nächsten Schritt in die Quellcode-Ansicht zu wechseln und dann Cue per Javascript zu steuern. Anders als bei Dash sind alle Programmierwerkzeuge in einer App vereint.

  • Cue gibt sich farblich eher eindimensional. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Konstruktion unterscheidet sich nicht wesentlich vom Vorgänger Dash. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit diesen dicken Rädern hat Cue weder auf Teppich noch Parkett Probleme. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beim Zubehör sieht es für Cue  schwach aus. Die Lego-Adapter sind aber beim Kauf dabei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wir können eine Persönlichkeit frei auswählen. (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • Alle weiteren müssen wir bezahlen. (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • Viele Minispiele sorgen für ... (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • ... kurzweilige Unterhaltung. (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • Vieles um Cue ist Chat-basiert, ... (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • ... was sich auf einem Smartphone recht natürlich anfühlt. (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • Die Dialoge können leicht ins Absurde abgleiten.  (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • Programmiert wird per einfachen Ablaufdefinitionen. (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • Für komplexere Programme per Blocky gibt es ein Tutorial. (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • Hier können wir wieder verschachtelte Klötzchen bauen ... (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • ... oder direkt Javascript programmieren. (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
  • Dabei gibt es sogar eine Autovervollständigung und Hilfe wie bei einer echten IDE. (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)
Für komplexere Programme per Blocky gibt es ein Tutorial. (Bild: Wonder Workshop/Screenshot: Golem.de)

Dinge, die wir vermissen

Leider fehlen mit Ausnahme kleiner Tutorials Hilfestellungen zum Programmieren. Eine systematische Einführung in die Programmierung bietet die App nicht.

Zurück zum Spielen: Cue bietet zwar die gleichen Adapter für An- und Aufsätze, wie zum Beispiel ein Katapult, die uns im Büro viel Spaß machen. Doch trotz der mechanischen Kompatibilität zu Dash werden sie von der App nicht unterstützt. Lediglich die Adapter für Lego-Bauteile sind verfügbar und Teil des Cue-Sets.

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Verfügbarkeit und Fazit 
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nicator 08. Mai 2018

Wir schreiben inzwischen das Jahr 2018 und dann so was. Ich wäre mal gerne beeindruckt...

Dwalinn 08. Mai 2018

Dafür hätte ich gerne eine Persönlichkeit das würde ich sofort meinen Kind schenken...

Anonymer Nutzer 08. Mai 2018

Teures Kinderspielzeug aber sehr cool zum Programmieren interessant zu machen.


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